Trutwild

Jagdzeit

Hahn Burgenland

Das Trutwild (Meleagris gallopavo) ist die wildlebende Stammform des Haustruthuhns und stammt ursprünglich aus Nordamerika. Im deutschsprachigen Raum ist das Trutwild eine eingebürgerte Art, die nur an wenigen Stellen in DACH durch wiederkehrende Aussetzungen vorkommt und dort regional bejagt wird. Der Hahn, in der Jägersprache Gobbler genannt, wird deutlich größer und schwerer als die Henne und trägt im Brustbereich einen borstenartigen Federbusch. Auffällig sind der nackte, je nach Stimmung blau bis rot gefärbte Kopf, der Stirnzapfen und der prächtige Stoß, den der Hahn in der Balz fächerartig aufstellt. Trutwild lebt gesellig in Trupps und nutzt nachts erhöhte Schlafbäume.

Heute Schusszeit

Wann darf Hahn in Burgenland bejagt werden?

Schusszeiten sind hervorgehoben. Geschonte Monate erscheinen als leere Reihen.

Januar
Geschont
Februar
Geschont
März
Geschont
April
Geschont
Mai
01.05.31.05.
Juni
Geschont
Juli
Geschont
August
Geschont
September
Geschont
Oktober
Geschont
November
01.11.30.11.
Dezember
01.12.31.12.

Genaue Daten

    • 2025-05-012025-05-31
    • 2026-05-012026-05-31
    • 2025-11-012025-12-31
    • 2026-11-012026-12-31

    Quelle: Jagd Burgenland

Alle Trutwild-Unterarten in Burgenland

Über Trutwild

Geschichte als Aussetzungsart in DACH. Das Trutwild ist im deutschsprachigen Raum kein heimisches Wild, sondern eine eingeführte Art aus Nordamerika. Über Jahrzehnte hinweg gab es in Mitteleuropa mehrere Ansiedlungsversuche, die jedoch ohne dauerhafte Hilfsmaßnahmen wie Winterfütterung und wiederkehrende Zusetzungen nicht von Bestand waren. Bekannt ist vor allem die Population im Kottenforst bei Bonn, deren Grundstock auf eine Eierspende der Pennsylvania Game Commission zurückgeht und die bis heute durch regelmäßige Aussetzungen gestützt wird. In Niederösterreich gab es historisch ebenfalls Vorkommen, die nach dem Zweiten Weltkrieg mit dem Ende der Hege zusammenbrachen. In der Praxis bleibt das Trutwild in DACH daher eine seltene Beute und ein Wild, das nur an einzelnen Standorten überhaupt jagdlich erfahrbar ist.

Habitat. Trutwild bevorzugt strukturreiche, lichte Wälder mit altem Baumbestand, dichtem Unterholz und eingestreuten Lichtungen, Waldwiesen oder Schlägen. Die alten Bäume dienen als Schlafbäume, das Unterholz als Deckung vor Beutegreifern, die offenen Flächen zur Nahrungssuche und zur Balz. Auf dem Speiseplan stehen Eicheln, Bucheckern, Beeren, Sämereien, Kräuter und tierische Kost wie Insekten und kleine Wirbeltiere. Strenge, schneereiche Winter und ein hoher Beutegreiferdruck durch Fuchs und Schwarzwild gelten als wesentliche Ursachen dafür, dass sich freilebende Populationen in DACH ohne Stützung nicht halten konnten.

Sozialstruktur. Trutwild ist ein ausgeprägt geselliges Wild. Hennen ziehen die Küken auf und schließen sich mit ihrem Nachwuchs zu kleinen Trupps zusammen, junge und ältere Hähne bilden eigene Männergesellschaften. Erst zur Balz im zeitigen Frühjahr suchen die Hähne die Hennen auf. Der Hahn unterscheidet sich deutlich von der Henne: Er ist größer, schwerer, trägt das prächtigere Gefieder mit metallischem Glanz, kräftige Sporen an den Ständern und in der Regel den auffälligen Federbusch an der Brust. Während der Balz stellt der Hahn den Stoß zum Rad auf, lässt die Schwingen schleifen und gibt seinen weit hörbaren Kollerruf ab, um Hennen anzulocken und Konkurrenten abzudrängen.

Jagdliche Tradition. Bejagt wird das Trutwild dort, wo es vorkommt, klassisch auf den Hahn in der Frühjahrsbalz. Drei Ansprachen sind dabei prägend. Bei der Lockjagd ahmt der Jäger mit Lockern oder der Stimme den Ruf einer Henne nach und holt den balzenden Hahn auf Schussdistanz. Beim Ansitz wird ein Hahn auf bekannten Balzplätzen oder unter dem Schlafbaum erwartet, häufig in den ersten Lichtstunden. Bei der Pirsch arbeitet sich der Jäger im unwegsamen Gelände leise an einen kollernden Hahn heran. Geführt wird die Jagd je nach Land und Revier mit der Flinte, der Kleinkaliberbüchse oder dem Bogen. Wichtig ist eine saubere Ansprache: Erlegt wird ausschließlich der mehrjährige Hahn, Hennen und führende Stücke bleiben in jedem Fall verschont. In DACH ist Trutwildjagd damit weniger ein Alltagsgeschäft als eine besondere Erfahrung, die enges Wissen über Standort, Balzverhalten und Tagesablauf des Wildes voraussetzt.

Weitere Unterarten von Trutwild

Jede Unterart hat ihren eigenen Saisonkalender.

Weitere Tierarten in Burgenland

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Alle Angaben ohne Gewähr. Schuss- und Schonzeiten stammen aus den offiziellen Quellen der Landesjagdverbände. Wenn Sie einen Fehler entdecken, schreiben Sie uns gerne an info@hunterco.de.