Jagdzeit
Wachtel Kärnten
Die Wachtel (Coturnix coturnix) ist der kleinste Hühnervogel Europas, etwa 16 Zentimeter lang und höchstens rund 120 Gramm schwer. Das Gefieder ist tarnfarben sandbraun mit dunkler Strichzeichnung, der Hahn trägt eine schwarze Kehle und ein helles Halsband. In Deutschland zählt die Wachtel zwar zum Bundesjagdgesetz, es ist jedoch keine Jagdzeit festgelegt, sie ist damit faktisch ganzjährig geschont. Sie steht auf der Vorwarnliste der Roten Liste der Brutvögel Deutschlands und ist nach Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt.
— Heute geschont
Wann darf Wachtel in Kärnten bejagt werden?
Schusszeiten sind hervorgehoben. Geschonte Monate erscheinen als leere Reihen.
Genaue Daten
Für das aktuelle Jahr sind keine Schusszeiten hinterlegt.
Über Wachtel
Die Wachtel besiedelt in Mitteleuropa die offene Feld- und Wiesenflur: extensiv genutzte Wiesen, Getreidefelder, Brachflächen und Säume mit ausreichend hoher Bodenvegetation, in der sie sich am Boden bewegen und brüten kann. Sie bleibt fast immer verborgen, ihre Anwesenheit verraten die Hähne vor allem durch ihren weithin hörbaren Schlagruf, das sogenannte Wachtelschlagen, dessen drei Silben oft lautmalerisch als „Pickwerwick“ wiedergegeben werden. Der Ruf trägt unter günstigen Bedingungen mehrere hundert Meter weit und ist meist in der Dämmerung und in warmen Sommernächten zu hören.
Als einziger echter Langstreckenzieher unter den europäischen Hühnervögeln verlässt die Wachtel ihre Brutgebiete jedes Jahr und überwintert in Afrika, ein erheblicher Teil der Population südlich der Sahara. Die Zugwege können mehrere tausend Kilometer betragen, und unterwegs ist die Art in einigen Mittelmeerländern noch immer einer intensiven Bejagung ausgesetzt. In Deutschland selbst hat sich der Bestand in den vergangenen Jahrzehnten dramatisch verändert: Lebensraumverluste durch die Intensivierung der Landwirtschaft, das Verschwinden strukturreicher Feldraine, der vermehrte Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln sowie immer frühere und großflächigere Mahd setzen Gelege und Küken stark unter Druck. Aus jagdlicher Sicht ist die Wachtel ein Beobachtungs- und Hörerlebnis, keine Beute: Wer ihren Schlagruf im Revier hört, sollte ihn dokumentieren und bei der Bewirtschaftung Rücksicht nehmen, etwa durch späte Mahd, breite Feldraine, Blühstreifen und Lerchenfenster, die genau diesem Bodenbrüter zugutekommen.
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