Jagdzeit
Regenpfeiffer Vorarlberg
Die Regenpfeifer (Charadriidae) sind eine Familie kleiner bis mittelgroßer Watvögel aus der Ordnung der Regenpfeiferartigen. Zur Familie zählen im deutschsprachigen Raum unter anderem der Kiebitz, der Goldregenpfeifer, der Kiebitzregenpfeifer, der Sandregenpfeifer und der Flussregenpfeifer. Alle Arten sind in Deutschland und in der gesamten DACH-Region nach europäischem und nationalem Recht streng geschützt und ganzjährig geschont. Sie dürfen nicht bejagt werden.
— Heute geschont
Wann darf Regenpfeiffer in Vorarlberg bejagt werden?
Schusszeiten sind hervorgehoben. Geschonte Monate erscheinen als leere Reihen.
Genaue Daten
Für das aktuelle Jahr sind keine Schusszeiten hinterlegt.
Über Regenpfeiffer
Regenpfeifer sind kompakt gebaute Watvögel mit kurzem Schnabel, großen Augen und kurzen bis mittellangen Beinen. Sie bewohnen offene Lebensräume in der Nähe von Wasser. Typische Habitate in der DACH-Region sind das Wattenmeer der Nord- und Ostseeküste, Salzwiesen, Brackwasserlagunen, feuchte Wiesen und Niedermoore im Binnenland sowie vegetationsarme Kies- und Sandflächen an Flüssen und in Abbaugebieten. Der Kiebitz besiedelt offene Feuchtwiesen und Äcker, der Flussregenpfeifer brütet heute fast ausschließlich auf vom Menschen geschaffenen Rohböden wie Kiesgruben und Spülflächen, der Sandregenpfeifer ist an den Küsten zu Hause, der Goldregenpfeifer brütet nur noch in winzigen Restbeständen in nordwestdeutschen Hochmooren und tritt sonst als Durchzügler und Wintergast in großen Schwärmen auf.
Die Bestandstrends sind durchgehend negativ. Die Rote Liste der Brutvögel Deutschlands führt den Goldregenpfeifer und den Sandregenpfeifer in der höchsten Kategorie 1 als vom Aussterben bedroht, den Kiebitz in Kategorie 2 als stark gefährdet. Ursachen sind Entwässerung und Intensivierung von Feuchtgrünland, Lebensraumverlust durch touristische Nutzung der Küsten, Sukzession und Bautätigkeit auf Kies- und Rohbodenflächen, häufige Mahd während der Brutzeit sowie hohe Verluste durch Prädation in ausgeräumten Landschaften. Alle Arten der Familie unterliegen dem strengen Schutz der EU-Vogelschutzrichtlinie und des Bundesnaturschutzgesetzes.
Für Jägerinnen und Jäger sind Regenpfeifer keine Beute, sondern wertvolle Anzeigerarten für intakte Feuchtgebiete, Wiesenbruthabitate und naturnahe Flussauen im Revier. Die sichere Ansprache gelingt über die typische trippelnde Fortbewegung, die kontrastreichen Brustbänder vieler Arten, die kurzen Schnäbel und die charakteristischen Rufe. Wer Regenpfeifer im Revier hat, kann die Bestände durch Rücksicht bei Wiesenmahd, durch Ruhe an Brutplätzen, durch die Pflege offener Rohbodenflächen und durch enge Abstimmung mit den zuständigen Naturschutzbehörden unterstützen. Jede vorsätzliche Tötung, Störung oder Nestzerstörung ist strafbar.
Quellen
- Wikipedia: Regenpfeifer (Charadriidae)
- Wikipedia: Goldregenpfeifer (Pluvialis apricaria)
- NABU: Goldregenpfeifer, Vogel des Jahres 1975
- Avi-Fauna: Sandregenpfeifer, Steckbrief und Bestand in Deutschland
- NABU: Flussregenpfeifer, Vogel des Jahres 1993
- LBV: Artenporträt Flussregenpfeifer
- LfU Bayern: Flussregenpfeifer, Artensteckbrief und Schutzstatus
- NABU: Rote Liste der Brutvögel Deutschlands
- Deutscher Jagdverband: Jagdbare Tierarten und ganzjährige Schonzeiten
- Natura 2000 Sachsen-Anhalt: Goldregenpfeifer (Pluvialis apricaria)
Weitere Tierarten in Vorarlberg
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