Jagdzeit
Reiher Vorarlberg
Reiher bilden die Vogelfamilie Ardeidae und umfassen weltweit rund 60 Arten. In der DACH-Region treten vor allem Graureiher und Silberreiher als Brut- oder Gastvögel auf, daneben deutlich seltener Purpur- und Nachtreiher mit kleinen Vorkommen in Süddeutschland. Alle Reiherarten sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz grundsätzlich ganzjährig geschützt; nur in Einzelländern bestehen begrenzte Sonderregelungen zum Schutz der Teichwirtschaft.
— Heute geschont
Wann darf Reiher in Vorarlberg bejagt werden?
Schusszeiten sind hervorgehoben. Geschonte Monate erscheinen als leere Reihen.
Genaue Daten
Für das aktuelle Jahr sind keine Schusszeiten hinterlegt.
Über Reiher
Die Reiher (Ardeidae) sind eine weltweit verbreitete Vogelfamilie, deren Arten meist an Süßwasserlebensräume gebunden sind und sich auf den Beutefang im flachen Wasser spezialisiert haben. Gemeinsam ist allen Arten der vergleichsweise lange, dolchartige Schnabel, der lange Hals und die langen Beine. In Deutschland brüten sechs Reiherarten regelmäßig, wobei Purpurreiher und Nachtreiher nur sehr lokal in Süddeutschland vorkommen und der Silberreiher vor allem als Gastvogel in Erscheinung tritt. Im Revier wird Ihnen am häufigsten der Graureiher (Ardea cinerea) begegnen, mit einer Körperlänge von 90 bis 98 Zentimetern und einer Flügelspannweite zwischen 175 und 195 Zentimetern. Er trägt ein graues Rückengefieder, einen weißlichen Kopf mit schwarzen Schopffedern und eine schwarze Fleckenreihe am Vorderhals. Der Silberreiher (Ardea alba) ist nahezu gleich groß, aber reinweiß gefiedert und hat seinen Bestand in Mitteleuropa in den letzten Jahren stark ausgeweitet. Purpurreiher und Nachtreiher sind kleiner und an warme Schilfgebiete gebunden.
Reiher besiedeln nahezu alle Gewässer- und Feuchtgebietstypen: Seen, Teiche, Flussufer, Überschwemmungszonen, Schilfgürtel, Sümpfe, Feuchtwiesen und Auenlandschaften. Sie waten im flachen Wasser nach Fischen, Amphibien, Reptilien, Wasserinsekten und Kleinsäugern und benötigen in der Nähe Bäume oder dichte Gebüsche für ihre meist koloniebrütenden Horste. Graureiher und Silberreiher sind dabei sehr anpassungsfähig und nutzen auch Parks, Stadtgewässer und künstliche Teiche.
Aus dieser Lebensweise folgt der bekannte Konflikt mit der Teichwirtschaft. Schäden in Karpfen- und Forellenteichen, die dem Graureiher zugeschrieben wurden, waren historisch der Auslöser für die teilweise Aufhebung der Schonzeit in Bayern im Jahr 1983. In den meisten Ländern bleibt der Graureiher jedoch ganzjährig geschützt; Sonderregelungen für gewerbliche Teichwirtschaften bestehen in einzelnen Bundesländern wie Bayern, Sachsen, Thüringen und Schleswig-Holstein und sind dort an enge räumliche und zeitliche Bedingungen geknüpft. Daneben können betroffene Betriebe in einigen Ländern Ausgleichszahlungen für nachweislich durch Graureiher, Silberreiher und Kormoran verursachte Schäden beantragen. Für Sie als Jägerin oder Jäger heißt das in der Praxis: Reiher sind in der gesamten DACH-Region in aller Regel nicht zu bejagen und sollten konsequent geschont werden.
Für die sichere Ansprache zählt vor allem die Halshaltung im Flug. Reiher legen den Hals s-förmig auf die Schultern zurück, sodass der Kopf nahe am Rumpf liegt. Kraniche dagegen fliegen mit gerade vorgestrecktem, langem Hals, lassen die Beine deutlich über den Schwanz hinausragen und rufen trompetend, oft im Duett. Schon dieses Flugbild schließt Verwechslungen mit dem Kranich praktisch aus. Von Möwen unterscheiden sich Reiher durch ihre deutlich größere Spannweite, die langsamen, tiefen Flügelschläge und die langen, hinten herausragenden Beine. Möwen haben schlanke, spitze Flügel, einen kurzen Hals und fliegen mit gestrecktem, nicht eingezogenem Kopf. Wer Hals- und Beinhaltung im Flug konsequent beachtet, kann Reiher, Kranich und Möwe auch auf größere Entfernung zuverlässig unterscheiden.
Quellen
- Wikipedia: Reiher (Ardeidae)
- Wikipedia: Graureiher
- Wikipedia: Silberreiher
- NABU: Vogelporträt Graureiher
- NABU NRW: Der Graureiher als jagdbare Art
- LfU Bayern: Graureiher-Monitoring und Schonzeitregelung
- MLUK Brandenburg: Ausgleich von Schäden durch geschützte Arten in Teichwirtschaften
- Erlebnis Fisch: Gefährdung der Teichwirtschaft durch Graureiher, Kormoran und Co.
- Wildbrücke: Unterschied zwischen Reiher und Kranich
- Landesforsten Rheinland-Pfalz: Graureiher (Ardea cinerea)
Weitere Tierarten in Vorarlberg
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