Jagdzeit
Schnepfen (Ausnahme: Waldschnepfen) Vorarlberg
Die Schnepfen sind eine artenreiche Familie mittelgroßer Watvögel (Scolopacidae) mit langem, geradem Schnabel und tarnfarbenem Gefieder. Im deutschsprachigen Raum kommen vor allem die Waldschnepfe, die Bekassine, die Zwergschnepfe und die Doppelschnepfe vor. Mit Ausnahme der Waldschnepfe, die als einzige Art dem Jagdrecht unterliegt, sind alle weiteren Schnepfenarten in Deutschland ganzjährig geschützt.
— Heute geschont
Wann darf Schnepfen (Ausnahme: Waldschnepfen) in Vorarlberg bejagt werden?
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Genaue Daten
Für das aktuelle Jahr sind keine Schusszeiten hinterlegt.
Über Schnepfen
Die Familie der Schnepfen umfasst in der DACH-Region vier wesentliche Arten. Die Waldschnepfe (Scolopax rusticola) ist mit rund 33 bis 38 Zentimetern die größte und kräftigste Art, sie lebt einzelgängerisch in feuchten Laub- und Mischwäldern mit dichtem Unterholz, Lichtungen und weichen, wurmreichen Böden. Die Bekassine (Gallinago gallinago) bewohnt Moore, Feuchtwiesen und Überschwemmungsflächen und ist deutlich kleiner. Die Zwergschnepfe (Lymnocryptes minimus) ist die kleinste heimische Schnepfenart und in Mitteleuropa nur als heimlicher Durchzügler und Wintergast in Mooren und Feuchtgebieten anzutreffen. Die Doppelschnepfe (Gallinago media) tritt in Deutschland nur noch ausnahmsweise auf dem Durchzug auf, die letzten Brutnachweise liegen rund hundert Jahre zurück.
Jagdrechtlich gilt eine klare Trennung. Allein die Waldschnepfe ist im Bundesjagdgesetz als jagdbares Wild gelistet und hat eine geregelte Jagdzeit, in einigen Bundesländern, etwa Hessen und Berlin, ist die Jagd jedoch ganzjährig durch Schonzeit ausgesetzt. Bekassine, Zwergschnepfe und Doppelschnepfe stehen in Deutschland unter dem Schutz des Bundesnaturschutzgesetzes und der EU-Vogelschutzrichtlinie und dürfen nicht bejagt werden. Die Bekassine steht zudem auf der Roten Liste in einer hohen Gefährdungsstufe, vor allem durch die Entwässerung von Mooren und Feuchtwiesen. In Österreich gelten landesgesetzliche Regelungen, hier ist unter bestimmten Voraussetzungen auch eine Frühjahrsbejagung der Waldschnepfe auf dem Schnepfenstrich möglich, in der Schweiz wird die Waldschnepfe in mehreren Kantonen im Herbst bejagt.
Der Schnepfenstrich ist die traditionsreichste Form der Schnepfenjagd. Gemeint ist der dämmerungsaktive Balzflug der Waldschnepfenhähne in den Frühjahrsmonaten, bei dem die Vögel mit langsamen Flügelschlägen entlang von Waldrändern, Lichtungen und Schneisen streichen und dabei ihre charakteristischen Quorr- und Pixx-Rufe hören lassen. In Deutschland ist die Frühjahrsjagd auf dem Strich seit 1977 nicht mehr zulässig, die Bejagung erfolgt heute überwiegend im Herbst durch das Stöbern und Buschieren mit dem Jagdhund in den Einständen. Für Jägerinnen und Jäger bleibt die Schnepfenfamilie damit ein anspruchsvolles Kapitel der Wildbiologie: sichere Ansprache, Rücksicht auf geschützte Arten und ein wachsames Auge für den Zustand von Wäldern, Mooren und Feuchtwiesen sind wichtiger als die seltene Jagdgelegenheit.
Quellen
- Deutscher Jagdverband: Waldschnepfe (Scolopax rusticola)
- Wikipedia: Waldschnepfe
- Wikipedia: Schnepfenstrich
- Wikipedia: Bekassine
- Wikipedia: Zwergschnepfe
- Avi-Fauna: Doppelschnepfe, Steckbrief und Verbreitung
- NABU NRW: Die Waldschnepfe, Jagd und Schutzstatus
- Halali Magazin: Die große Familie der Schnepfenvögel
- PIRSCH Jagdwissen: Waldschnepfen, 6 Fakten
- OÖ Landesjagdverband: Waldschnepfe
Weitere Tierarten in Vorarlberg
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