Wien

Jagdzeit

Rohrdommeln Wien

Die Rohrdommeln umfassen in Mitteleuropa die Große Rohrdommel (Botaurus stellaris) und die deutlich kleinere Zwergdommel (Ixobrychus minutus). Beide Arten sind im Anhang I der EU-Vogelschutzrichtlinie geführt, stehen ganzjährig unter strengem Schutz und gelten in Deutschland als stark gefährdet bis vom Aussterben bedroht. Sie sind kein jagdbares Wild, sondern strikte Schutzobjekte des Naturschutzrechts.

Heute geschont

Wann darf Rohrdommeln in Wien bejagt werden?

Schusszeiten sind hervorgehoben. Geschonte Monate erscheinen als leere Reihen.

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Juli
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August
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Oktober
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November
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Genaue Daten

  • Für das aktuelle Jahr sind keine Schusszeiten hinterlegt.

Über Rohrdommeln

Beide Rohrdommelarten sind hochspezialisierte Bewohner ausgedehnter, weitgehend ungestörter Schilfröhrichte an Seen, Teichen, Altwässern und langsam fließenden Gewässern. Die Große Rohrdommel erreicht reiherähnliche Größe mit gedrungenem Körper, kurzem Hals und überwiegend gelbbraunem, schwarzbraun gemustertem Gefieder. Die Zwergdommel ist mit rund 33 bis 38 Zentimetern Körperlänge der kleinste europäische Reiher und bevorzugt etwas kleinflächigere Verlandungszonen mit dichtem Schilf, Rohrkolben und angrenzendem Weidengebüsch. Beide Arten benötigen wassergesättigte, strukturreiche und mehrjährige Röhrichte mit Flachwasserzonen als Nahrungs- und Brutraum.

Die Lebensweise ist außerordentlich heimlich. Das Gefieder bietet eine perfekte Tarnung im Schilf, da Muster und Farbgebung Licht und Schatten der Halme nachahmen. Bei Gefahr nimmt insbesondere die Große Rohrdommel die typische Pfahlstellung ein, indem sie Hals und Schnabel senkrecht nach oben streckt und sich mit dem Wind im Schilf wiegt. Bekannter als der Anblick ist der Ruf der Großen Rohrdommel, ein tiefer, dumpfer Paukenton, der unter günstigen Bedingungen mehrere Kilometer weit zu hören ist und ihr im Volksmund den Namen Moorochse eingebracht hat. Die Zwergdommel ruft dagegen kurz und bellend und ist meist nur in der Dämmerung aktiv.

Der Bestandsrückgang in Deutschland und Mitteleuropa ist dramatisch. Zwischen 1970 und 1990 brachen die Bestände um mehr als die Hälfte ein, in Westdeutschland verschwand die Große Rohrdommel weitgehend, im Osten halten sich noch wenige hundert Brutpaare, vor allem in der Mecklenburgischen Seenplatte, an Mittelelbe und Unterer Havel sowie in der Lausitz. Die Zwergdommel ist in der Roten Liste der Brutvögel Deutschlands als stark gefährdet eingestuft. Hauptursachen sind die Entwässerung und Zerstörung von Feuchtgebieten, der Verlust großflächiger, mehrjähriger Schilfbestände, Nährstoffeinträge, eutrophierte Gewässer sowie zunehmende Störungen durch Wassersport, Angelnutzung und Freizeitbetrieb in Ufernähe.

Für Jägerinnen und Jäger sind die Rohrdommeln kein Beutewild, sondern wichtige Anzeigerarten für die Qualität von Feuchtlebensräumen. Reviere mit Schilfgürteln, Verlandungszonen oder Teichlandschaften tragen über die Pflege und Sicherung dieser Lebensräume zum Erhalt beider Arten bei. Wirksame Beiträge sind die Erhaltung und Vergrößerung ungestörter, wassergesättigter Röhrichte, Wiedervernässung trockengelegter Flächen, der Verzicht auf flächige Schilfmahd, eine zurückhaltende Erschließung mit Hochsitzen und Wegen entlang sensibler Uferabschnitte sowie ein wirksames Raubwildmanagement im Umfeld bekannter Brutgewässer. Damit übernehmen Reviere eine Schlüsselrolle für die letzten Vorkommen einer der heimlichsten und am stärksten bedrohten Vogelgruppen unserer Feuchtgebiete.

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Quelle & Haftungsausschluss

Alle Angaben ohne Gewähr. Schuss- und Schonzeiten stammen aus den offiziellen Quellen der Landesjagdverbände. Wenn Sie einen Fehler entdecken, schreiben Sie uns gerne an info@hunterco.de.

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