Wien

Jagdzeit

Sumpfhühner Wien

Die Sumpfhühner umfassen die kleineren Rallenvögel (Rallidae) der heimischen Feuchtgebiete, namentlich Tüpfelsumpfhuhn (Porzana porzana), Kleines Sumpfhuhn (Zapornia parva) und Zwergsumpfhuhn (Zapornia pusilla). Im weiteren Sinne zählen auch Blässhuhn und Teichhuhn zur Familie der Rallen, ihre rechtliche Stellung ist jedoch eine andere. Die eigentlichen Sumpfhühner unterliegen nicht dem Jagdrecht. Sie sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt, ganzjährig geschont und zusätzlich über Anhang I der EU-Vogelschutzrichtlinie gesichert. Eine Bejagung findet in Deutschland nicht statt. Für Jägerinnen und Jäger ist die Artengruppe vor allem revierkundlich und im Rahmen des Lebensraumschutzes relevant.

Heute geschont

Wann darf Sumpfhühner in Wien bejagt werden?

Schusszeiten sind hervorgehoben. Geschonte Monate erscheinen als leere Reihen.

Januar
Geschont
Februar
Geschont
März
Geschont
April
Geschont
Mai
Geschont
Juni
Geschont
Juli
Geschont
August
Geschont
September
Geschont
Oktober
Geschont
November
Geschont
Dezember
Geschont

Genaue Daten

  • Ausnahme Bleßhühner

    Für das aktuelle Jahr sind keine Schusszeiten hinterlegt.

Über Sumpfhühner

Sumpfhühner sind kleine bis sehr kleine, schlank gebaute Rallenvögel mit seitlich abgeflachtem Körper, langen Zehen und kurzem Schwanz, die das Durchschlüpfen dichter Ufervegetation erlauben. Das Tüpfelsumpfhuhn erreicht etwa 22 bis 24 Zentimeter Körperlänge, ist graubraun mit feiner weißer Tüpfelung an Hals, Brust und Flanken sowie einem kurzen, gelblichen Schnabel mit roter Basis. Das Kleine Sumpfhuhn und das noch winzigere Zwergsumpfhuhn sind sperlings- bis starengroß und für ungeübte Beobachter im Gelände kaum sicher anzusprechen. Der Lebensraum dieser Arten liegt in den Verlandungszonen stehender und langsam fließender Gewässer, in nassen Seggenrieden, Feuchtwiesen, überfluteten Röhrichten und Moorbereichen mit dauerhaft niedrigem Wasserstand. Das Tüpfelsumpfhuhn bevorzugt offene, durchsonnte Nasswiesen und Seggenbestände, das Kleine Sumpfhuhn dichte Schilfgürtel mit Wechsel aus Vegetation und offenen Wasserflächen, das Zwergsumpfhuhn vegetationsreiche Flachwasserzonen mit niedrigem Bewuchs. Alle drei Arten führen eine extrem heimliche Lebensweise. Sie bewegen sich überwiegend in der Deckung, fliegen nur ungern und sind weit häufiger zu hören als zu sehen. Die Rufe, beim Tüpfelsumpfhuhn ein peitschendes uitt-uitt, werden vor allem in der Dämmerung und nachts vorgetragen. Die Bestände in Deutschland sind klein und stark schwankend. Das Tüpfelsumpfhuhn wird in der Roten Liste Deutschland als gefährdet eingestuft, das Kleine Sumpfhuhn gilt als gefährdet bis stark bedroht, das Zwergsumpfhuhn als verschollen oder ausgestorben. Hauptursachen sind die Entwässerung von Feuchtgebieten, der Verlust von Flachwasserzonen, die Intensivierung der Landwirtschaft sowie Gewässerausbau und Wasserstandsregulierung. Für Sie als Jägerin oder Jäger sind die Sumpfhühner damit eindeutig ganzjährig geschont. Verwechslungsgefahr besteht in erster Linie zum jagdbaren Blässhuhn und zum nicht jagdbaren Teichhuhn, beide jedoch deutlich größer und an offenem Wasser zu beobachten. Wer in seinem Revier Verlandungszonen, Schilfgürtel und nasse Niederungen erhält oder wiederherstellt, leistet einen unmittelbaren Beitrag zum Schutz dieser stillen Rallen.

Weitere Tierarten in Wien

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Quelle & Haftungsausschluss

Alle Angaben ohne Gewähr. Schuss- und Schonzeiten stammen aus den offiziellen Quellen der Landesjagdverbände. Wenn Sie einen Fehler entdecken, schreiben Sie uns gerne an info@hunterco.de.