Jagdzeit
Kragenente Luzern
Die Kragenente (Histrionicus histrionicus) ist eine kleine, nordamerikanisch-isländisch verbreitete Meerente und in Mitteleuropa eine echte Ausnahmeerscheinung. Beobachtungen im deutschsprachigen Raum sind so selten, dass die Art jagdlich keine Rolle spielt; sie unterliegt dem europäischen Vogelschutz und ist ganzjährig geschont.
— Heute geschont
Wann darf Kragenente in Luzern bejagt werden?
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Über Kragenente
Die Kragenente (Histrionicus histrionicus) gehört mit einer Körperlänge von 38 bis 45 Zentimetern zu den kleineren Meerenten. Der Erpel im Prachtkleid ist unverwechselbar: blauschwarzes Grundgefieder, kastanienrote Flanken, ein weißer Fleck vor dem Auge, ein halbmondförmiger weißer Fleck hinter dem Ohr und ein weißes Längsband am hinteren Hals. Die Weibchen sind dagegen schlicht graubraun mit drei kleinen weißen Kopfflecken. Im Gegensatz zu vielen anderen Tauchenten brütet die Kragenente nicht an Seen, sondern an reißenden, klaren Gebirgsbächen und überwintert an felsigen Meeresküsten.
Das weltweite Verbreitungsgebiet ist lückig zirkumpolar und beschränkt sich auf Nordamerika, Grönland, Island sowie den äußersten Osten Russlands. In Europa brütet die Art ausschließlich auf Island, wo der Myvatn-See zu den bekanntesten Vorkommen zählt. Auf dem europäischen Festland und damit auch im deutschsprachigen Raum tritt die Kragenente nur als äußerst seltener Irrgast in Erscheinung. Belegte Beobachtungen aus Mitteleuropa lassen sich an wenigen Händen abzählen, und in den vergangenen Jahrzehnten sind zudem Gefangenschaftsflüchtlinge dokumentiert, die eine Einordnung von Freilandsichtungen zusätzlich erschweren.
Für Jägerinnen und Jäger in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die Kragenente eine Art, die im Revieralltag praktisch nicht vorkommt. Sie ist nicht im Bundesjagdgesetz als jagdbare Art aufgeführt und unterliegt als europäische Vogelart dem besonderen Artenschutz nach der EU-Vogelschutzrichtlinie und dem Bundesnaturschutzgesetz. Damit ist sie ganzjährig geschont. Die IUCN stuft den globalen Bestand mit über 270.000 Individuen als nicht gefährdet (Least Concern) ein, die östliche nordamerikanische Teilpopulation gilt jedoch als rückläufig. Sollte sich an einer Küste oder einem klaren Fließgewässer ein verdächtiger Vogel zeigen, gehört eine zweifelsfreie Ansprache an erste Stelle: Verwechslungen mit der ebenfalls seltenen Trauerente oder mit Schellenten lassen sich nur durch ruhige Beobachtung und gute Optik vermeiden.
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