Jagdzeit
Scheckente St. Gallen
Die Scheckente (Polysticta stelleri) ist eine kleine, hocharktische Meeresente mit einer Körperlänge von 43 bis 47 Zentimetern. Im Prachtkleid trägt das Männchen einen überwiegend weißen Kopf mit schwarzer Augenpartie, eine rostrot bis beige gefärbte Unterseite und kobaltblaue Flügelspiegel; das Weibchen ist dunkelbraun gescheckt. Im deutschsprachigen Raum tritt die Art nur als sehr seltener Ausnahmegast aus der Arktis auf. Sie unterliegt nicht dem Jagdrecht, sondern dem Bundesnaturschutzgesetz und ist ganzjährig streng geschützt. Die Weltnaturschutzunion IUCN führt die Scheckente auf der Roten Liste als gefährdet.
— Heute geschont
Wann darf Scheckente in St. Gallen bejagt werden?
Schusszeiten sind hervorgehoben. Geschonte Monate erscheinen als leere Reihen.
Genaue Daten
Für das aktuelle Jahr sind keine Schusszeiten hinterlegt.
Über Scheckente
Die Scheckente (Polysticta stelleri) ist die kleinste und seltenste der vier Eiderenten-Arten und steht in einer eigenen Gattung innerhalb der Familie der Entenvögel. Ihre Brutgebiete liegen ausschließlich in der Hocharktis zwischen der russischen Taimyr-Halbinsel, dem ostsibirischen Festland und Alaska, mit Schwerpunkten in den Flussdeltas von Lena und Indigirka sowie an der nordalaskischen Küste. Gebrütet wird an kleinen Tundraseen und Tümpeln in der Bülten- und Torfhügeltundra. Außerhalb der Brutzeit lebt die Art ausgesprochen marin und überwintert an wenigen, eng begrenzten Küstenabschnitten, darunter der norwegische Varangerfjord, die Halbinsel Kola sowie die Ostseeküsten von Estland und Litauen. In der westlichen Ostsee tauchen Scheckenten nur in sehr kleiner Zahl und sehr unregelmäßig auf.
In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die Scheckente ein klassischer Ausnahmegast. Verdriftete Einzelvögel werden meist im Winterhalbjahr an der deutschen Nord- und Ostseeküste festgestellt; im Binnenland sind Nachweise extreme Seltenheit. Eine Übersicht des Dachverbandes Deutscher Avifaunisten dokumentiert, dass die Art zwischen 1975 und 1997 an den Küsten Mecklenburg-Vorpommerns und Schleswig-Holsteins lediglich 27 Mal beobachtet wurde. Für Jägerinnen und Jäger ist eine Begegnung damit ein außergewöhnliches Ereignis und keine Frage der Jagdausübung.
Jagdrechtlich ist die Lage in der DACH-Region eindeutig: Die Scheckente ist in den Anlagen zum Bundesjagdgesetz beziehungsweise zu den Landesjagdgesetzen nicht als jagdbare Art aufgeführt. Sie zählt damit zu den europäischen Vogelarten, die ausschließlich dem allgemeinen Artenschutz nach Bundesnaturschutzgesetz und der EU-Vogelschutzrichtlinie unterliegen, und ist ganzjährig geschont. Ein Erlegen, Fangen oder Stören ist verboten; Verwechslungen mit jagdbaren Meeresenten wie Eider-, Trauer- oder Samtente sollten Sie an der Küste daher besonders sorgfältig ausschließen.
Die globale Gefährdungslage ist ernst. Die Weltnaturschutzunion IUCN stuft die Scheckente in der Roten Liste der bedrohten Arten als gefährdet (vulnerable) ein. Der Weltbestand wurde Ende des 20. Jahrhunderts auf rund 220.000 Individuen geschätzt und hat in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts um etwa 40 Prozent abgenommen; neuere Schätzungen bewegen sich teils noch deutlich darunter. Der europäische Winterbestand wird auf etwa 7.700 bis 20.000 Vögel beziffert, mit langfristig rückläufiger Tendenz. Als Hauptursachen gelten Lebensraumverlust in den arktischen Brutgebieten, Klimaerwärmung, Bleivergiftung durch verschluckte Schrotreste, Beifang in Stellnetzen und Ölverschmutzungen in den Überwinterungsgebieten. Jede gesicherte Beobachtung in Mitteleuropa sollten Sie der zuständigen avifaunistischen Kommission melden.
Quellen
- Scheckente — Wikipedia (Verbreitung, Brutgebiete, Überwinterungsareale, Bestandszahlen)
- Scheckente Polysticta stelleri — Dachverband Deutscher Avifaunisten, Vögel in Deutschland
- Steller's eider — Wikipedia (IUCN-Status vulnerable, Weltbestand, Bedrohungen)
- OSPAR Biodiversity Series — Background Document for Polysticta stelleri (Steller's eider)
- Sea Duck Joint Venture — Steller's Eider (Polysticta stelleri) Status Summary
- Scheckente im Steckbrief — Merkmale, Vorkommen, Verhalten (Tierenzyklopädie)
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