Hessen

Jagdzeit

Sturmmöwe Hessen

Die Sturmmöwe (Larus canus) ist eine mittelgroße Möwenart, die mit etwa 40 bis 45 cm Körperlänge und einer Flügelspannweite von 100 bis 130 cm zwischen Lachmöwe und Silbermöwe einzuordnen ist. Sie zeigt ein weißes Gefieder mit grauem Rücken, grauen Flügeldecken und schwarzen Flügelspitzen mit weißen Endflecken. Schnabel und Beine sind zart grünlichgelb gefärbt. Obwohl die Sturmmöwe nach Bundesjagdgesetz formal eine jagdbare Art ist, ist sie nach der Bundesjagdzeitenverordnung sowie nach den Landesjagdzeitenverordnungen der meisten Bundesländer ganzjährig geschont. Sie genießt zudem besonderen Schutz nach Bundesnaturschutzgesetz.

Heute geschont

Wann darf Sturmmöwe in Hessen bejagt werden?

Schusszeiten sind hervorgehoben. Geschonte Monate erscheinen als leere Reihen.

Januar
01.01.15.01.
01.01.15.01.
Februar
Geschont
März
Geschont
April
Geschont
Mai
Geschont
Juni
Geschont
Juli
Geschont
August
Geschont
September
Geschont
Oktober
Geschont
November
Geschont
Dezember
Geschont

Genaue Daten

    • 2025-10-012026-01-15
    • 2024-10-012026-01-15

    In Gebieten mit ausreichenden Besätzen! Quelle: https://ljv-hessen.de/wp-content/uploads/2020/05/2020-Jagdzeiten-Hessen.pdf

Über Sturmmöwe

Die Sturmmöwe (Larus canus) ist in Deutschland zwar dem Bundesjagdgesetz unterstellt, durch die Jagdzeitenverordnungen jedoch ganzjährig geschont. Für Jägerinnen und Jäger ist sie damit eine Art, deren sichere Ansprache vor allem zur Vermeidung von Verwechslungen mit jagdbaren Wasservögeln und zur korrekten Schutzbeurteilung erforderlich ist.

Lebensraum an Küste und Binnenland: Die Sturmmöwe besiedelt sowohl Nord- und Ostseeküste als auch das mitteleuropäische Binnenland. An der Ostsee finden sich Brutvorkommen vor allem auf vorgelagerten Inseln, Halbinseln und Nehrungen. An der Nordsee brütet sie in Dünen, auf Salzwiesen und Halligen, seltener auf Spülflächen. Im Binnenland zeigt sich die Sturmmöwe als Kulturfolger und nutzt Kiesgruben, ehemalige Braunkohlereviere, Fischteiche und Baggerseen. Sie ist anpassungsfähig und ist auch an Flüssen, Seen, in Mooren sowie in Hafenanlagen anzutreffen. Die Nahrung umfasst kleine Fische, Insekten, Würmer und Schnecken sowie Pflanzenmaterial und Abfälle; auf landwirtschaftlichen Flächen folgen größere Trupps oft den Pflügen.

Brutkolonien: Sturmmöwen brüten in der Regel kolonial. Die typische Koloniegröße umfasst bis zu rund 50 Paare, an günstigen Küstenstandorten können jedoch auch Großkolonien mit mehreren tausend Paaren entstehen. Das Nest wird am Boden, gern leicht erhöht, oder vereinzelt auch auf Felsvorsprüngen oder in Bäumen errichtet. Bevorzugt werden störungsarme Inseln, etwa in Abgrabungsgewässern.

Unterscheidung von Silbermöwe und Lachmöwe: Die Sturmmöwe wirkt im Flug wie eine verkleinerte Silbermöwe. Sie ist jedoch deutlich kleiner und schlanker, der Schnabel ist zarter und grünlichgelb gefärbt, und es fehlt der charakteristische rote Schnabelfleck der Silbermöwe. Auch die Stimme ist deutlich höher und schriller, fast gellend. Gegenüber der Lachmöwe ist die Sturmmöwe spürbar größer und langflügeliger. Lachmöwen tragen im Prachtkleid eine dunkle Kopfhaube, die der Sturmmöwe vollständig fehlt; im Schlichtkleid bleibt der Kopf der Lachmöwe weiß mit einem dunklen Ohrfleck. Schnabel und Beine der Lachmöwe sind rötlich, nicht grünlichgelb wie bei der Sturmmöwe.

Schutzstatus: Die Sturmmöwe ist nach Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt. Auch wenn sie im Bundesjagdgesetz als jagdbare Art geführt wird, ist sie über die jeweiligen Jagdzeitenverordnungen ganzjährig geschont. Bitte beachten Sie, dass das jeweils geltende Landesrecht Vorrang vor der Bundesregelung hat; jagdliche Entnahmen sind in der Praxis nicht zulässig.

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Quelle & Haftungsausschluss

Alle Angaben ohne Gewähr. Schuss- und Schonzeiten stammen aus den offiziellen Quellen der Landesjagdverbände. Wenn Sie einen Fehler entdecken, schreiben Sie uns gerne an info@hunterco.de.

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