Jagdzeit
Greifvögel Mecklenburg-Vorpommern
Unter dem Begriff Greifvögel werden im deutschsprachigen Raum die tagaktiven Beutegreifer aus den Familien der Habichtartigen (Adler, Bussarde, Habichte, Sperber, Weihen, Milane), der Falken sowie der Fischadler zusammengefasst. Alle in der DACH-Region heimischen Greifvogelarten sind streng geschützt und unterliegen einer ganzjährigen Schonzeit, dürfen also nicht bejagt werden.
— Heute geschont
Wann darf Greifvögel in Mecklenburg-Vorpommern bejagt werden?
Schusszeiten sind hervorgehoben. Geschonte Monate erscheinen als leere Reihen.
Genaue Daten
Für das aktuelle Jahr sind keine Schusszeiten hinterlegt.
Über Greifvögel
Greifvögel umfassen in der DACH-Region eine sehr breite Artengruppe. Zu den Habichtartigen zählen die großen Adler wie Stein- und Seeadler, die häufigen Bussarde mit dem Mäusebussard als Charaktervogel der Kulturlandschaft, Habicht und Sperber als wendige Waldjäger, die offenlandgebundenen Weihen sowie die beiden Milanarten Rot- und Schwarzmilan. Falken bilden eine eigene Familie und sind nach heutigem Forschungsstand nicht eng mit den Habichtartigen verwandt. In Mitteleuropa kommen vor allem Turmfalke, Wanderfalke und Baumfalke vor. Der Fischadler steht als einzige Art in einer eigenen Familie. Damit reicht das Habitatspektrum vom Hochgebirge über Wälder und Agrarlandschaften bis zu Gewässern, Mooren und Stadträndern.
Der entscheidende jagdrechtliche Punkt ist der Schutzstatus. Alle in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimischen Greifvogelarten sind nach europäischem und nationalem Recht streng geschützt. In Deutschland sind Greifvögel im Bundesjagdgesetz zwar teils als jagdbare Arten gelistet, unterliegen aber ausnahmslos einer ganzjährigen Schonzeit. Das bedeutet, es gibt für keine einzige heimische Greifvogelart eine Jagdzeit. Fang, Verletzung oder Tötung sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz strafbar.
Viele Arten waren im 20. Jahrhundert durch Verfolgung und Pestizidbelastung, vor allem DDT, dramatisch zurückgegangen. Seeadler und Wanderfalke standen vor dem Aussterben und konnten erst durch strenge Schutzgesetze und gezielte Schutzprogramme zurückgeholt werden. Für Jägerinnen und Jäger zählt heute der Hegegedanke: Greifvögel sind Mitbewohner des Reviers, deren Horste zu schützen sind. Eine Sonderstellung nimmt die Falknerei ein, die in Deutschland und Österreich seit Jahrhunderten praktiziert wird und 2010 von der UNESCO als Immaterielles Kulturerbe der Menschheit anerkannt wurde. Sie ist eine streng reglementierte Form der Jagd mit abgerichteten Beizvögeln.
Quellen
- Wikipedia: Greifvögel
- Wikipedia: Habichtartige (Accipitridae)
- EDGAR: Gesetzliche Grundlagen zum Greifvogelschutz
- Komitee gegen den Vogelmord: Gesetzeslage in Deutschland
- BMUKN: Jagd und Vogelschutz
- NABU NRW: Greifvögel und Jagd
- LfU Bayern: Illegale Verfolgung von Greifvögeln, Eulen und anderen Großvögeln
- National Geographic: Rückkehr der Greifvögel
- Deutsche UNESCO-Kommission: Falknerei in Deutschland
Weitere Tierarten in Mecklenburg-Vorpommern
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