Jagdzeit
Tafelente Ardennes
Die Tafelente (Aythya ferina) ist eine mittelgroße Tauchente Eurasiens mit unverkennbarem rostbraunem Kopf, schwarzer Brust und hellgrauem Rücken beim Erpel im Prachtkleid. Sie zählt zu den klassischen jagdbaren Wasservogelarten in der DACH-Region, wird jedoch wegen anhaltender Bestandsrückgänge in der Roten Liste in Deutschland und auf der globalen IUCN-Liste als gefährdet beziehungsweise bestandsgefährdet geführt.
— Heute geschont
Wann darf Tafelente in Ardennes bejagt werden?
Schusszeiten sind hervorgehoben. Geschonte Monate erscheinen als leere Reihen.
Genaue Daten
fuligule milouin · tir au dessus de la nappe d'eau · fuligule milouin
- 2023-09-15 → 2024-01-31
Dates selon arrêté ministériel Chasse en temps de neige autorisée Pour les marais non asséchés, fleuves, rivières, étangs…
Über Tafelente
Die Tafelente (Aythya ferina) ist eine mittelgroße, kompakt gebaute Tauchente mit einer Körperlänge von etwa 42 bis 49 Zentimetern, einer Flügelspannweite von rund 72 bis 82 Zentimetern und einem Gewicht von etwa 700 bis 1100 Gramm. Der Erpel im Prachtkleid trägt einen leuchtend kastanienbraunen Kopf und Hals, eine schwarze Brust, einen hellgrau gewellten Rücken und Rumpf sowie einen schwarzen Steiß. Der dunkle Schnabel zeigt eine charakteristische graublaue Querbinde, die Iris ist tiefrot. Das Weibchen ist deutlich unscheinbarer graubraun gefärbt, oft mit helleren Partien hinter dem Auge und an der Schnabelbasis. Im Wasser liegt die Tafelente, wie für Tauchenten typisch, mit dem schweren Körper tief, hat einen kurzen Schwanz und kräftige, weit hinten ansetzende Beine. Von der ähnlich gebauten Reiherente unterscheidet sie der fehlende Federschopf, die rostrote Kopffärbung und der hellgraue statt schwarze Rücken.
Als typische Tauchente bevorzugt die Tafelente größere, flache und nährstoffreiche Stehgewässer mit ausgeprägter Krautzone und gut entwickelter Ufervegetation. Zu den klassischen Lebensräumen zählen Seen, Altarme, Fisch- und Klärteiche, Stauseen sowie flache Küstenabschnitte und Binnenmeere. Wichtig sind ein nicht zu schmaler Schilf- und Röhrichtgürtel oder dicht bewachsene Inseln als Deckung. Ihre Nahrung sucht die Tafelente überwiegend tauchend, sie nimmt Wasserpflanzen, Samen, Muscheln, Schnecken, Insektenlarven, Krebstiere, Ringelwürmer und gelegentlich kleine Fische. Die Tafelente ist in weiten Teilen ihres Verbreitungsgebietes Teil- oder Kurzstreckenzieher. Vögel aus den nordosteuropäischen und sibirischen Brutgebieten überwintern in großer Zahl an eisfreien Binnengewässern und Küsten Mittel- und Westeuropas, am Mittelmeer, in Nordafrika und bis nach Süd- und Ostasien. In der DACH-Region tritt sie sowohl als heimischer Brutvogel als auch in deutlich höheren Zahlen als Wintergast auf, der sich auf großen, eisfreien Seen sammelt.
Die Bestände der Tafelente sind seit den 1990er Jahren europaweit stark rückläufig. Als Ursachen gelten Lebensraumverluste, Verschlechterung der Wasserqualität, Verlandung und Nutzungsänderung an Fischteichen, schlechter Bruterfolg durch Prädation, Bleivergiftung sowie Störungen in Brut- und Rastgebieten. Die IUCN führt die Tafelente weltweit als gefährdet (Vulnerable), in der Roten Liste der Brutvögel Deutschlands wird sie ebenfalls als gefährdet eingestuft. Jagdlich ist die Tafelente im Anhang II/A der EU-Vogelschutzrichtlinie gelistet und damit grundsätzlich bejagbar. Im deutschen Bundesjagdgesetz ist sie als jagdbare Art geführt, die konkreten Jagd- und Schonzeiten werden jedoch in den Landesjagdgesetzen festgelegt und unterscheiden sich erheblich. In mehreren Bundesländern, etwa Nordrhein-Westfalen, ist die Tafelente ganzjährig geschont, auch in Österreich und in der Schweiz bestehen je nach Bundesland beziehungsweise Kanton eigene Regelungen. Angesichts des anhaltenden Bestandsrückgangs wird in Fachkreisen und in der internationalen Diskussion eine deutliche Zurückhaltung bei der Bejagung und eine sichere Ansprache vor dem Schuss empfohlen. Hinweise zur Unterscheidung von ähnlichen Arten wie Reiherente, Moorente und Kolbenente sowie zur jeweils gültigen Jagdzeit Ihres Reviers finden Sie in den Landesvorschriften und in der MyHunt App.
Quellen
- Vogelportraet: Tafelente – NABU
- Tafelente – Wikipedia (deutsch)
- Tafelente (Aythya ferina) – Bayerisches Landesamt fuer Umwelt
- Die Tafelente – NABU Nordrhein-Westfalen
- Tafelente (Aythya ferina) – Artenschutz NRW (LANUV)
- Common Pochard (Aythya ferina) – BirdLife International
- Common Pochard Aythya ferina Species Factsheet – BirdLife DataZone
- Tafelente – Bayerischer Jagdverband
Weitere Tierarten in Ardennes
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Alle Angaben ohne Gewähr. Schuss- und Schonzeiten stammen aus den offiziellen Quellen der Landesjagdverbände. Wenn Sie einen Fehler entdecken, schreiben Sie uns gerne an info@hunterco.de.