Jagdzeit
Europäischer Iltis Bas-Rhin
Der Europäische Iltis (Mustela putorius) gehört zu den heimischen Mardern und trägt eine markante helle Gesichtsmaske mit dunklem Augenstreif. Er bewohnt bevorzugt gewässernahe Lebensräume und wird in der DACH-Region überwiegend mit der Fallenjagd bejagt.
— Heute geschont
Wann darf Europäischer Iltis in Bas-Rhin bejagt werden?
Schusszeiten sind hervorgehoben. Geschonte Monate erscheinen als leere Reihen.
Genaue Daten
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- 2023-08-23 → 2024-02-01
Über Europäischer Iltis
Der Europäische Iltis (Mustela putorius), auch Waldiltis genannt, ist trotz seines Namens kein reiner Waldbewohner. Er besiedelt strukturreiche Kulturlandschaften, Waldränder, Feldgehölze und Wiesen und sucht dabei besonders die Nähe von Gewässern, Feuchtgebieten, Bachläufen und Verlandungszonen. Tagsüber ruht er in Erdbauen, Holzstapeln, Stein- und Reisighaufen oder verlassenen Fuchs- und Dachsbauen, gelegentlich auch an Scheunen und Hofgebäuden.
Der Iltis ist dämmerungs- und nachtaktiv sowie überwiegend einzelgängerisch und stark territorial. Auf seinen festen Pirschpfaden erbeutet er vor allem Frösche und Kröten, daneben Kleinsäuger, Vögel, Eier, Fische und Aas. Charakteristisch sind die sogenannten Krötendepots, in denen er gelähmte Amphibien als Wintervorrat anlegt. Beute tötet der Iltis mit einem gezielten Nackenbiss. Rüden erreichen rund 40 bis 50 cm Körperlänge und 0,8 bis 1,5 kg, Fähen bleiben deutlich kleiner.
In der Jagdpraxis wird der Iltis in der DACH-Region überwiegend mit der Fallenjagd (Lebendfangfallen an Fangbunkern und Durchlässen) erlegt; Zufallsbegegnungen bei Ansitz oder Bewegungsjagd sind selten. Vom kleineren Hermelin und Mauswiesel unterscheidet er sich durch Größe, buschigen Schwanz und vor allem die helle Gesichtsmaske mit dunklem Augenstreif, die beiden Wieselarten fehlt. Vom heute sehr seltenen Europäischen Nerz trennt ihn der weiße Bereich um Schnauze und Augen, da der Nerz nur einen kleinen weißen Lippenfleck zeigt. Die IUCN stuft den Iltis weltweit als ungefährdet (Least Concern) ein, in mehreren Bundesländern gilt er jedoch als rückläufig, vor allem wegen Lebensraumverlust in Feuchtgebieten und Straßenverkehr.
Quellen
Weitere Tierarten in Bas-Rhin
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