Jagdzeit
Steinmarder Bas-Rhin
Der Steinmarder (Martes foina), auch Hausmarder genannt, ist ein katzengroßes Raubwild mit graubraunem Fell und einem weißen, meist gegabelten Kehlfleck, der bis auf die Vorderläufe reichen kann. Er unterliegt dem Bundesjagdgesetz und zählt zum Haarraubwild.
— Heute geschont
Wann darf Steinmarder in Bas-Rhin bejagt werden?
Schusszeiten sind hervorgehoben. Geschonte Monate erscheinen als leere Reihen.
Genaue Daten
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- 2023-08-23 → 2024-02-01
Über Steinmarder
Der Steinmarder ist ein ausgesprochener Lebensraumgeneralist. Ursprünglich besiedelte er Fels- und Geröllregionen sowie reich strukturierte Kulturlandschaften, heute findet man ihn flächendeckend in Ortschaften, an Waldrändern, in Steinbrüchen und in der offenen Feldflur. Er sucht die Nähe des Menschen, nutzt Scheunen, Heuböden, Dachstühle, Holzstapel, verlassene Fuchsbaue und Reisighaufen als Tageseinstand und zur Jungenaufzucht. Aktiv ist er überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv, lebt einzelgängerisch und verteidigt sein Revier gegen Artgenossen. Als Allesfresser ernährt er sich opportunistisch von Mäusen, Ratten, Vögeln und deren Eiern, Insekten, Aas, Obst und in Siedlungsnähe auch von Abfällen und Hausgeflügel.
In besiedelten Räumen führt sein Verhalten regelmäßig zu Konflikten. Auf Dachböden zerbeißt er Dämmstoffe, Leitungen und Holzteile und kann durch Kot, Urin und Beutereste erhebliche Schäden verursachen. Sehr typisch sind Marderschäden am Auto: Steinmarder dringen in den Motorraum ein, beißen Zündkabel, Kühlwasser- und Bremsschläuche, Faltenbälge und Dämmmatten an. Hintergrund ist meist Reviergeruch eines fremden Artgenossen am Fahrzeug, der zu aggressivem Markier- und Vertreibungsverhalten führt. Eine sichere Ansprache ist Pflicht, vor allem zur Unterscheidung vom Baummarder. Der Steinmarder zeigt einen rein weißen, oft zweigeteilten Kehlfleck, einen hellen, fleischfarbenen Nasenspiegel, kleinere Ohren und ein insgesamt helleres, graubraunes Haarkleid. Der Baummarder dagegen trägt einen gelblich-cremefarbenen, ungeteilten Kehlfleck, einen dunklen Nasenspiegel und ein kastanienbraunes, seidigeres Fell.
In der Praxis ist die Fallenjagd mit waidgerecht beschickten Lebendfangfallen die effektivste Methode der Bejagung. Voraussetzung ist neben dem Jagdschein in den meisten Bundesländern ein nachgewiesener Fallenlehrgang. Eingesetzt werden meist Kasten- oder Holzkastenfallen, die abgedunkelt aufgestellt und mindestens täglich, besser zweimal täglich, kontrolliert werden müssen. Als Köder eignen sich Hühnereier, Geflügelinnereien oder Fischreste, die Anbringung erfolgt nach vorherigem Ankirren an festen Plätzen. Ergänzend wird der Steinmarder am Luderplatz oder am Bau angesessen und mit dem Locker bejagt. Die Bejagung hilft, Wildschäden im Siedlungsraum und am Niederwild zu reduzieren, ohne den als ungefährdet eingestuften Bestand zu beeinträchtigen.
Quellen
- Steinmarder (Martes foina) | Deutscher Jagdverband
- Steinmarder – Wikipedia
- Steinmarder – Wildtiersteckbrief | Bayerischer Jagdverband
- Baummarder oder Steinmarder? – Unterscheidung | waldwissen.net
- Unterschied Steinmarder und Baummarder – Merkmale im Vergleich
- Marderschaden – Warum Steinmarder Autokabel anknabbern
- Steinmarder fangen – Methoden der Fallenjagd | marderfangen.de
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