Jagdzeit
Türkentaube Bas-Rhin
Die Tuerkentaube (Streptopelia decaocto) ist eine schlanke, hell sandgraue Taube mit dem charakteristischen schwarzen, weiss gesaeumten Halsband im Nacken. Sie unterliegt in weiten Teilen des deutschsprachigen Raums dem Jagdrecht, ist jedoch zugleich nach europaeischem Vogelschutzrecht besonders geschuetzt; der Status reicht je nach Land und Bundesland von einer regulaeren Jagdzeit bis zur ganzjaehrigen Schonung.
— Heute geschont
Wann darf Türkentaube in Bas-Rhin bejagt werden?
Schusszeiten sind hervorgehoben. Geschonte Monate erscheinen als leere Reihen.
Genaue Daten
tourterelle turque · toute chasse autorisée · tourterelle turque
- 2023-08-23 → 2024-02-20
Über Türkentaube
Die Tuerkentaube (Streptopelia decaocto) erreicht eine Koerperlaenge von rund 31 bis 33 Zentimetern und ist damit etwa so gross wie eine Stadttaube. Das Gefieder ist einheitlich hell sandgrau bis hellbraun gefaerbt, kennzeichnend ist der schmale schwarze, weiss umrandete Halbring im Nacken, dem die Art ihren Namen verdankt. Im Flug faellt der lange, am Ende breit weiss gesaeumte Schwanz auf, der Ruf besteht aus einem dreisilbigen, monoton wiederholten Gurren.
Die Tuerkentaube ist im deutschsprachigen Raum nahezu ausschliesslich Kulturfolger und brutet im Siedlungsraum. Sie bevorzugt Doerfer, Stadtraender, Parks, Friedhoefe, Gaerten mit hohen Einzelbaeumen sowie Hofstellen, an denen Getreide, Geflueglefutter oder Abfaelle als verlaessliche Nahrungsquelle zur Verfuegung stehen. Geschlossene Waldgebiete und ausgeraeumte Agrarflaechen meidet sie weitgehend. Sie ist Standvogel, brutet je nach Witterung von Maerz bis weit in den Herbst hinein und zieht in mehreren Schachtelbruten Jungtiere auf, das Gelege umfasst in der Regel zwei Eier.
Die Tuerkentaube ist eine der spektakulaersten Arealausweitungen der europaeischen Vogelfauna im 20. Jahrhundert. Ihr urspruengliches Brutgebiet reichte von Suedosteuropa und der Tuerkei bis nach Indien und China. Von den 1930er Jahren an dehnte sie ihr Verbreitungsgebiet schlagartig nach Nordwesten aus, erreichte 1943 erstmals Deutschland und besiedelte in den folgenden Jahrzehnten praktisch das gesamte Mitteleuropa bis nach Skandinavien und auf die britischen Inseln. Als Grundlage dieser Ausbreitung gelten der dichte Siedlungsraum, das ganzjaehrige Nahrungsangebot durch Landwirtschaft und Haushalte sowie die Anpassungsfaehigkeit der Art.
Im Feld ist die Tuerkentaube vor allem von der Ringeltaube und der Turteltaube zu unterscheiden. Die Ringeltaube ist deutlich groesser und kraeftiger gebaut, zeigt einen auffallenden weissen Halsfleck und im Flug breite weisse Querbinden auf den Fluegeln, sie besiedelt sowohl Waelder als auch Gruenanlagen und Siedlungen. Die Turteltaube ist kleiner und zarter, traegt ein lebhaft rotbraun und schwarz gemustertes Schulterfeld und einen schmalen schwarz-weiss gestreiften Halsfleck, sie bewohnt die halboffene Kulturlandschaft mit Hecken, Feldgehoelzen und Waldraendern und ist heute europaweit stark gefaehrdet. Die Tuerkentaube hingegen erkennt man an ihrer durchgehend hellen Faerbung, dem schwarzen Nackenhalbring und ihrer engen Bindung an menschliche Siedlungen.
Jagdrechtlich ist die Lage uneinheitlich. Das Bundesjagdgesetz fuehrt die Tuerkentaube in Deutschland als jagdbare Art, die zugehoerige Verordnung weist ihr eine Jagdzeit im Winterhalbjahr zu. Die Bundeslaender koennen diese Zeit jedoch verkuerzen oder eine ganzjaehrige Schonzeit anordnen, sodass die Art in einigen Laendern faktisch nicht bejagt wird. Zusaetzlich gilt sie als europaeische Vogelart und ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz besonders geschuetzt. In Oesterreich ist die Tuerkentaube nach den Jagdgesetzen der Bundeslaender ebenfalls jagdbares Federwild mit definierter Jagdzeit im Winterhalbjahr. In der Schweiz ist sie kantonal geregelt und wird nur in geringen Stueckzahlen erlegt. Vor jedem Ansitz auf Tauben ist daher zwingend ein Blick in die aktuelle Landes- bzw. Kantonsregelung erforderlich, ebenso die saubere Ansprache, um Verwechslungen mit der ganzjaehrig geschonten Hohltaube und der stark gefaehrdeten Turteltaube auszuschliessen.
Quellen
- Tuerkentaube – Wikipedia
- Die Tuerkentaube: erfolgreich gegen den Trend – NABU
- Die Tuerkentaube – NABU NRW (jagdbare Arten)
- Tuerkentaube – LBV Artenportrait
- Tuerkentaube (Streptopelia decaocto) – BirdLife Oesterreich
- Turteltaube – LBV Artenportrait
- Die Turteltaube – NABU Artenschutzportrait
- Jagdbare Tierarten – Deutscher Jagdverband
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