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Nutria Landes

Die Nutria (Myocastor coypus), auch Biberratte oder Sumpfbiber genannt, ist ein ursprünglich aus dem südlichen Südamerika stammendes Nagetier, das in Europa als Folge von Pelzfarmflüchtlingen seit dem späten 19. Jahrhundert vorkommt. Sie ist in der Unionsliste der invasiven gebietsfremden Arten nach EU-Verordnung 1143/2014 gelistet und wird in Deutschland nahezu flächendeckend bejagt.

Heute geschont

Wann darf Nutria in Landes bejagt werden?

Schusszeiten sind hervorgehoben. Geschonte Monate erscheinen als leere Reihen.

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Geschont
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August
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September
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Oktober
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November
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Dezember
Geschont

Genaue Daten

  • toute chasse autorisée

    • 2023-09-102024-02-29

    Chasse en temps de neige autorisée.

Über Nutria

Die Nutria bewohnt langsam fließende und stehende Süßgewässer wie Flüsse, Bäche, Kanäle, Gräben, Teiche und Altarme mit reicher Wasser- und Uferpflanzenvegetation und einer Uferböschung, in die sich Erdröhren graben lassen. Mit einer Kopf-Rumpf-Länge von etwa 43 bis 65 Zentimetern, einem rund 30 bis 45 Zentimeter langen, drehrunden und nahezu unbehaarten Schwanz und einem Gewicht von etwa 4 bis 8 Kilogramm ist sie deutlich größer als die Bisamratte, aber kleiner als der Biber. Auffällige Bestimmungsmerkmale sind die hervortretenden, deutlich sichtbaren Ohren, die weißen Tasthaare am Maul und die kräftig orangefarbenen Nagezähne. Beim Schwimmen hält die Nutria den Kopf schräg nach oben aus dem Wasser, sodass der Rücken meist sichtbar bleibt.

Ursprünglich in Südamerika beheimatet, wurde die Nutria im späten 19. Jahrhundert für die Pelz- und Fleischgewinnung nach Europa importiert. Aus entkommenen oder freigelassenen Farmtieren entwickelten sich seit den 1930er Jahren freilebende Bestände, die heute in allen deutschen Bundesländern und weiten Teilen Mitteleuropas vorkommen. Mit zwei bis drei Würfen pro Jahr und durchschnittlich fünf Jungtieren pro Wurf erreicht die Art eine hohe Reproduktionsrate, sodass sich Bestände in geeigneten Gewässern rasch aufbauen können. Da sie weit verbreitet ist, gilt für die Nutria nach EU-Verordnung 1143/2014 das Ziel der Populationskontrolle und nicht mehr der Tilgung.

Aus wasserwirtschaftlicher Sicht sind die unterirdischen Bauten der Nutria das eigentliche Problem: Durch ausgedehnte Röhrensysteme in Uferböschungen und Deichen kommt es zu Destabilisierungen, Sackungen und im Hochwasserfall im schlimmsten Fall zum Deichbruch. Hinzu kommen Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen, am Röhricht und an Brut- und Schutzräumen für Wasservögel, Fische und Amphibien, da die Nutria flächig Ufer- und Wasservegetation abfrisst. Aus diesen Gründen drängen Wasser- und Bodenverbände sowie Jagdverbände auf eine konsequente Bestandsregulierung.

Für die sichere Ansprache ist der Vergleich mit den beiden Verwechslungsarten entscheidend. Der streng geschützte Biber ist mit bis zu 30 Kilogramm Gewicht und einer breiten, waagerecht abgeflachten Kelle deutlich größer und schwerer, hat keine sichtbaren Ohren und keine weißen Tasthaare. Die Bisamratte ist mit rund 35 Zentimetern Körperlänge erheblich kleiner als die Nutria und trägt einen seitlich abgeflachten, schmalen Ruderschwanz, mit dem sie im Wasser pendelt. Die Nutria liegt dazwischen, mit drehrundem Schwanz, weißen Bartfäden und sichtbaren Ohren.

Die Bejagung kombiniert in der Regel Schussjagd und Fallenjagd. Schwerpunkt der Praxis ist die Fallenjagd mit Lebendfallen, häufig als geschlossene Rohrfallen oder Drahtkastenfallen ausgeführt, da sie Beifänge des streng geschützten Fischotters und anderer Arten weitgehend ausschließen und in den meisten Ländern rechtlich vorgeschrieben sind. Die Fallen werden uferseitig und meist beködert aufgestellt und sind je nach Landesrecht mindestens morgens und abends zu kontrollieren; in vielen Bundesländern ist hierfür eine zusätzliche Fallenjagd-Qualifikation erforderlich. Gefangene Tiere werden tierschutzgerecht durch Schuss oder Herzstich abgefangen. Die Schussjagd erfolgt überwiegend in der Dämmerung und nachts vom Ansitz aus, in mehreren Bundesländern auch mit Nachtsichttechnik und Kunstlicht. Vielerorts werden für nachweislich erlegte Nutrias Schwanzprämien ausgelobt, um die wasserwirtschaftlich notwendige Bejagung zu unterstützen. Die jährliche Jagdstrecke in Deutschland liegt inzwischen im fünfstelligen Bereich und steigt weiter.

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Quelle & Haftungsausschluss

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