Jagdzeit
Sikawild Loire-Atlantique
Das Sikawild (Cervus nippon) ist eine eingebürgerte Schalenwildart aus Ostasien. Es zählt zu den Hirschartigen und ist in Größe und Statur etwa mit dem Damwild vergleichbar. Hirsche erreichen eine Schulterhöhe von rund 75 bis 110 Zentimetern und ein Gewicht von bis zu 80 Kilogramm. Im Sommer trägt das Wild eine rotbraune, weiß gefleckte Decke, im Winter ein dunkles, oft fast schwarzgraues Haarkleid mit ausgeprägter Halsmähne bei beiden Geschlechtern. Charakteristisch ist der weiße, schwarz gerandete Spiegel. In Deutschland bestehen freilebende Vorkommen in mehreren Regionen, die Bejagung erfolgt im Rahmen der jeweiligen Schalenwildbewirtschaftung.
— Heute geschont
Wann darf Sikawild in Loire-Atlantique bejagt werden?
Schusszeiten sind hervorgehoben. Geschonte Monate erscheinen als leere Reihen.
Genaue Daten
cerf sika · approche/affût · cerf sika
- 2023-09-01 → 2023-09-16
Chasse en temps de neige autorisée. Chasse à l'approche ou à l'affût, sur autorisation préfectorale.
cerf sika · approche/affût & battue · cerf sika
- 2023-09-17 → 2024-02-29
Chasse en temps de neige autorisée. Sans modalités particulières.
Über Sikawild
Das Sikawild (Cervus nippon) ist eine ursprünglich in Ostasien beheimatete Hirschart, deren natürliches Verbreitungsgebiet sich über Japan, Teile Chinas, Korea und Taiwan erstreckt. Nach Mitteleuropa gelangte das Sikawild Ende des 19. Jahrhunderts. In Deutschland erfolgten erste Einbringungen ab 1893, planmäßige Aussetzungen in die freie Wildbahn begannen ab 1930. Weitere Bestände gehen auf entlaufene Tiere aus Gattern zurück. Heute leben freilebende Populationen unter anderem in Schleswig-Holstein, im Arnsberger Wald in Nordrhein-Westfalen, in Hessen, in Baden-Württemberg sowie in Bayern.
Als Lebensraum bevorzugt das Sikawild großflächige, deckungsreiche Waldgebiete mit dichtem Unterwuchs. Es nimmt strukturierte Mischwälder ebenso an wie Nadelholzbestände mit eingestreuten Lichtungen und feuchten Bereichen. Bei der Äsung zeigt es sich anpassungsfähig und nutzt Gräser, Kräuter, Knospen, Triebe und Blätter. Die Brunft fällt schwerpunktmäßig in den Oktober und reicht je nach Witterung in den November hinein. In dieser Zeit besetzen die Hirsche Brunftplätze, schlagen Suhlen, fegen Bäume und geben den charakteristischen, weithin hörbaren Brunftpfiff ab, eine auf- und absteigende Pfeif- und Quietschlaute, die das Sikawild deutlich vom Rotwild unterscheidet.
Jagdlich gilt das Sikawild als anspruchsvoll. Es ist heimlich, häufig nachtaktiv und in deckungsreichem Gelände schwer anzusprechen. Bewährte Methoden sind die Ansitzjagd an Wechseln, Brunftplätzen und Äsungsflächen sowie die Pirsch in den Morgen- und Abendstunden. Während der Brunft im Herbst lassen sich die Hirsche an ihren Lautäußerungen lokalisieren, was die Brunftjagd zur ergiebigsten Bejagungszeit macht. Erfolgreiche Sikabejagung verlangt genaue Reviergebietskenntnis, ruhige Annäherung und sorgfältiges Ansprechen, da Stücke leicht mit Rot- oder Damwild verwechselt werden können.
Ein zentrales wildbiologisches Thema ist die Hybridisierungsgefahr mit dem heimischen Rotwild (Cervus elaphus). Beide Arten sind nahe verwandt und können fortpflanzungsfähige Nachkommen hervorbringen. Eine Vermischung der Genpools wird aus Sicht des Artenschutzes und der Wildbiologie als problematisch bewertet, weil sie die genetische Eigenständigkeit des heimischen Rotwildes gefährden kann. In der Praxis bleibt die tatsächliche Hybridisierung selten, unter anderem aufgrund unterschiedlicher Brunftzeiten und Größenverhältnisse, vereinzelte Fälle sind jedoch dokumentiert. Der Deutsche Jagdverband empfiehlt eine konsequente räumliche Trennung der Populationen, das Erlegen von Hybriden und abwandernden Sikastücken sowie ausgewogene Geschlechterverhältnisse, um das Risiko der Bastardierung zu minimieren. Die Bejagung des Sikawildes ist damit nicht nur jagdliche Tradition, sondern ein aktiver Beitrag zur Erhaltung des heimischen Rotwildbestandes.
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