Jagdzeit
Waldschnepfe Vaucluse
Die Waldschnepfe (Scolopax rusticola) ist ein taubengrosser, dämmerungs- und nachtaktiver Schnepfenvogel des Waldes mit auffallend langem, an der Spitze tastempfindlichem Schnabel und perfekter rindenfarbener Tarnzeichnung. Sie ist in Deutschland jagdbares Federwild mit einer kurzen Herbst- und Winterjagdzeit.
— Heute geschont
Wann darf Waldschnepfe in Vaucluse bejagt werden?
Schusszeiten sind hervorgehoben. Geschonte Monate erscheinen als leere Reihen.
Genaue Daten
toute chasse autorisée
- 2023-09-10 → 2024-02-20
30 oiseaux maximum par saison et par chasseur sur l'ensemble du territoire national. Prélèvement maximal autorisé de 3 bécasses par chasseur et par jour. Chasse à la passée ou à la croule interdite.
Über Waldschnepfe
Die Waldschnepfe bewohnt strukturreiche, mehrschichtige Laub- und Mischwälder mit feuchten Lichtungen, Schneisen, Bachläufen und einer weichen, humusreichen Bodenauflage. Wichtig sind ihr deckungsreiche, eher unaufgeräumte Bestände mit Fallholz, dichter Krautschicht und benachbarten Äsungsflächen, auf denen sie nachts mit dem langen Schnabel nach Regenwürmern, Insektenlarven und anderen Bodentieren stochert. Tagsüber drückt sie sich regungslos in das Laub und vertraut ganz auf ihre rost-, braun- und schwarzgesprenkelte Tarnung, die sie im Waldboden nahezu unsichtbar macht. Erst auf wenige Schritte fliegt sie laut flügelschlagend und im Zickzack auf, was sie zu einem heimlichen und schwer ansprechbaren Wildvogel macht.
Im Frühjahr zeigt die Waldschnepfe das wohl bekannteste Naturschauspiel ihrer Art, den Schnepfenstrich. In der Abend- und Morgendämmerung ziehen die Hähne mit charakteristisch tiefem Quorren und hellem Pfitzen in geradem Flug über Lichtungen und Waldränder, um balzbereite Hennen anzulocken. Diese Frühjahrsbalz wurde über Jahrhunderte hinweg jagdlich als Schnepfenstrichjagd genutzt und ist tief in der mitteleuropäischen Jagdkultur und Jagdmalerei verankert. In Deutschland ist die Frühjahrsjagd auf die Waldschnepfe seit Jahrzehnten verboten, um den Brutbestand zu schonen, die Tradition lebt in Jagdliteratur, Erzählungen und der Beobachtung des Strichs jedoch fort.
Waidgerecht bejagt wird die Waldschnepfe in Deutschland heute fast ausschliesslich im Herbst und Winter innerhalb der gesetzlichen Jagdzeit, vor allem im Rahmen klassischer Stöberjagden und beim Buschieren mit gut ausgebildetem Vorstehhund. Der Hund findet die fest in der Deckung sitzende Schnepfe, steht sie vor und bringt sie nach dem Schuss zuverlässig zur Strecke, ohne den Brut- und Lebensraum unnötig zu beunruhigen. Daneben werden Schnepfen gelegentlich auf Bewegungsjagden auf Niederwild mitbejagt. Da die Art empfindlich auf Lebensraumverlust, Entwässerung und Störung reagiert, sind ruhige Bejagung, klare Artansprache und der Schutz feuchter Mischwaldbestände wesentlicher Teil verantwortungsvoller Schnepfenjagd im DACH-Raum.
Quelle & Haftungsausschluss
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