Jagdzeit
Steppeniltis Niederösterreich
Der Steppeniltis (Mustela eversmanii) ist eine eng mit dem heimischen Iltis verwandte Marderart der osteuropäischen und asiatischen Steppen. Im DACH-Raum tritt er nur an der äußersten westlichen Arealgrenze in Erscheinung, gilt dort als extrem selten und steht über die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie ganzjährig unter strengem Schutz.
— Heute geschont
Wann darf Steppeniltis in Niederösterreich bejagt werden?
Schusszeiten sind hervorgehoben. Geschonte Monate erscheinen als leere Reihen.
Genaue Daten
Für das aktuelle Jahr sind keine Schusszeiten hinterlegt.
Quelle: https://www.noejagdverband.at/wp-content/uploads/Schuszzeiten-NOE-2024-1.pdf
Über Steppeniltis
Das natürliche Verbreitungsgebiet des Steppeniltisses reicht von den Steppen und Halbwüsten Osteuropas über Südrussland, die Ukraine, Kasachstan und Zentralasien bis in die Mongolei, das nördliche China und die Mandschurei. Innerhalb der EU haben Bulgarien, Österreich, Polen, Rumänien, die Slowakei, Tschechien und Ungarn Anteil am natürlichen Vorkommen. Die westliche Arealgrenze verläuft durch die östlichen Landesteile Polens, Tschechiens und Österreichs. Der Steppeniltis bewohnt offene, baumarme Landschaften wie Steppen, Halbwüsten, Trockenrasen, Feldfluren und Brachen, meidet jedoch geschlossene Wälder und Siedlungen. Er ist eng an Erdbauten von Nagern gebunden, besonders an Kolonien von Zieseln, Hamstern und Murmeltieren, die ihm zugleich Nahrung und Unterschlupf bieten.
Im DACH-Raum gilt die Art als extreme Seltenheit. In Deutschland und der Schweiz gibt es keine etablierten Vorkommen; in Österreich beschränken sich die wenigen Nachweise auf den pannonischen Osten, insbesondere auf das Burgenland sowie das östliche Niederösterreich, wo das Reliktareal mit dem der Ziesel weitgehend zusammenfällt. Sichtungen sind Ausnahmen und werden naturschutzfachlich dokumentiert. Der Steppeniltis ist seit 2004 in den Anhängen II und IV der FFH-Richtlinie geführt, womit für die EU-Staaten die Verpflichtung zu einem strengen Schutzsystem besteht; in der Roten Liste der EU wird er als stark gefährdet eingestuft. Aufgrund der Verwechslungsgefahr mit dem Europäischen Iltis wird in den betroffenen Bundesländern eine ganzjährige Schonung beider Arten ausgesprochen.
Äußerlich ähnelt der Steppeniltis dem Europäischen Iltis, ist im Mittel jedoch etwas größer und deutlich heller gefärbt: gelblich getöntes Grannenhaar mit hell durchscheinender Unterwolle, dunklere Beine und ein dunkler Bauch. Charakteristisch ist die zusammenhängende dunkle Gesichtsmaske, während der Europäische Iltis eine kontrastreichere Zeichnung mit deutlichem weißen Schnauzenfleck, hellem Augen- und Ohrenrand zeigt. Eine sichere Ansprache im Feld ist häufig nur unter sehr guten Sichtbedingungen möglich; eine zweifelsfreie Bestimmung gelingt im Zweifel nur über genetische Untersuchungen. Für die Jägerschaft im östlichen DACH-Raum bedeutet dies eine besondere Sorgfaltspflicht beim Erkennen, da jede Beeinträchtigung der Art rechtlich ausgeschlossen ist.
Quellen
- Steppeniltis – Wikipedia
- Steppe polecat – Wikipedia
- Steppeniltis (Mustela eversmanii) im Steckbrief – Tierenzyklopädie
- Europäischer Iltis und Steppeniltis – StadtWildTiere Deutschland
- Iltis Mustela putorius/eversmanii – StadtWildTiere Österreich
- FFH-Moose, Ungarischer Laufkäfer, Steppeniltis und Vogel-Azurjungfer in Niederösterreich – Land Niederösterreich
- Arten der Anhänge II, IV und V der FFH-Richtlinie in Österreich – Umweltbundesamt
- Vorschläge für FFH-Nachnominierungen in Österreich – Umweltdachverband
- Mustela eversmanii (steppe polecat) – Animal Diversity Web
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