Jagdzeit
Blässgans Oberösterreich
Die Blässgans (Anser albifrons) ist eine mittelgroße, graubraune Feldgans mit weißer Stirnblesse, rosa-orangefarbenem Schnabel und unregelmäßiger schwarzer Bauchbänderung. Für die DACH-Jagd ist sie vor allem als Durchzügler und Wintergast bedeutsam, der aus arktischen Brutgebieten in großen Trupps in mitteleuropäische Tieflandlandschaften einfliegt.
— Heute geschont
Wann darf Blässgans in Oberösterreich bejagt werden?
Schusszeiten sind hervorgehoben. Geschonte Monate erscheinen als leere Reihen.
Genaue Daten
Für das aktuelle Jahr sind keine Schusszeiten hinterlegt.
Über Blässgans
Die Blässgans brütet in der arktischen Tundra vom europäischen Russland über Sibirien bis nach Grönland und Nordamerika und zählt zu den häufigsten Wintergästen unter den Wildgänsen in Mitteleuropa. Ab Ende September ziehen die Trupps in die Rast- und Überwinterungsgebiete, die im Norden Deutschlands und in den angrenzenden Niederlanden und Belgien liegen, der Rückzug in die Brutgebiete erfolgt im Februar und März. Tagsüber suchen die Vögel auf Grünland und landwirtschaftlich genutzten Flächen nach Nahrung, am Abend und Morgen wechseln sie im sogenannten Strich zwischen den Schlafgewässern und den Äsungsflächen.
Für den Jäger ist die sichere Ansprache zentral, da Bläss-, Saat- und Graugans gemeinsam auftreten können. Die Blässgans trägt die namensgebende weiße Stirnblesse, die sich nicht über das Auge hinaus zieht, sowie deutliche dunkle Querbänder am Bauch, der Schnabel ist einfarbig rosa-orange. Die Saatgans wirkt im Flug einheitlich hell am Bauch und zeigt einen zweifarbigen, schwarz-orangenen Schnabel, die Graugans ist insgesamt kräftiger und einheitlich graubraun ohne Blesse. Bejagt wird die Blässgans vor allem als Flug- und Lockjagd, mit Lockbildern auf der Äsungsfläche und akustischen Gänselockern, sowie an den Anflugschneisen zwischen Schlafgewässer und Feld.
Weltweit umfasst der Bestand mehrere Millionen Individuen verteilt auf mehrere Teilpopulationen, die Art gilt aktuell nicht als gefährdet. Trotzdem gehört zu einer waidgerechten Bejagung die Rücksicht auf Schlaf- und Ruhegewässer, der Verzicht auf weite Schüsse und die strikte Beachtung der landesspezifischen Jagdzeiten, damit Wintergastpopulationen und ihre Zugrouten dauerhaft erhalten bleiben.
Quelle & Haftungsausschluss
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