Jagdzeit
Eisente Oberösterreich
Die Eisente (Clangula hyemalis) ist eine kleine, arktische Tauchente, deren Erpel im Winterkleid an weißem Kopf, dunklem Wangenfleck und stark verlängerten mittleren Schwanzfedern erkennbar sind. Im deutschsprachigen Raum tritt sie fast ausschließlich als Wintergast auf der Ostsee in Erscheinung.
— Heute geschont
Wann darf Eisente in Oberösterreich bejagt werden?
Schusszeiten sind hervorgehoben. Geschonte Monate erscheinen als leere Reihen.
Genaue Daten
Für das aktuelle Jahr sind keine Schusszeiten hinterlegt.
Über Eisente
Die Eisente (Clangula hyemalis) gehört zu den Meerenten und erreicht eine Körperlänge von rund 39 bis 47 Zentimetern. Der Erpel zeigt im Winterkleid einen überwiegend weißen Kopf mit dunklem Wangenfleck, dunkle Brust sowie auffallend lange, spießartig verlängerte mittlere Schwanzfedern. Das Weibchen bleibt das ganze Jahr über unauffällig braunschwarz gefärbt. Eine Besonderheit ist die für Entenvögel ungewöhnliche dreimalige Mauser im Jahresverlauf. Die Eisente ist eine sehr aktive und ausdauernde Taucherin, die ihre Nahrung, vor allem Muscheln und kleine Krebstiere, in beachtlicher Wassertiefe erbeutet.
Die Brutgebiete liegen zirkumpolar in der arktischen Tundra von Alaska über den kanadischen Archipel und Grönland bis Skandinavien und Nordsibirien. Damit besitzt die Eisente das nördlichste Brutareal aller Entenvögel. Außerhalb der Brutzeit sammeln sich die Vögel an den Meeresküsten der gemäßigten und subarktischen Zonen. Die Ostsee ist eines der weltweit bedeutendsten Überwinterungsgebiete, in dem nach Schätzungen mehrere Millionen Eisenten den Winter verbringen. Auch in den deutschen Ostseegewässern erscheinen die Vögel ab dem Spätherbst und ziehen ab dem Frühjahr in ihre sibirischen Brutgebiete zurück.
Für die Jagdpraxis in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die Eisente eine Art, der Jägerinnen und Jäger im Revieralltag praktisch nicht begegnen, da sie als Hochseeart fast ausschließlich auf offenem Meer rastet. In der Schweiz und in Österreich ist sie ganzjährig geschützt, in Deutschland gehört sie zu den dem Jagdrecht unterliegenden, aber in den meisten Bundesländern nicht bejagbaren Wasservögeln. Die Bestände in der Ostsee sind seit den 1990er Jahren drastisch zurückgegangen, weshalb die Art von der IUCN als gefährdet eingestuft wurde. Ein wesentlicher Gefährdungsfaktor ist der Beifang in Stellnetzen der Küstenfischerei. Wer sich im Winter an der Küste aufhält, sollte Eisentenschwärme daher konsequent vom Schussfeld ausschließen und auf eine zweifelsfreie Ansprache achten, bevor überhaupt an einen Schuss zu denken ist.
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