Jagdzeit
Goldschakal Oberösterreich
Der Goldschakal (Canis aureus) ist ein mittelgroßer Wildhund mit goldgelbem bis rotbraunem Fell, hochbeinigem Körperbau und dunkler Schwanzspitze. Er gilt in der DACH-Region als jüngster Einwanderer aus Südosteuropa und breitet sich seit dem Erstnachweis in Brandenburg zunehmend nordwestwärts aus.
— Heute geschont
Wann darf Goldschakal in Oberösterreich bejagt werden?
Schusszeiten sind hervorgehoben. Geschonte Monate erscheinen als leere Reihen.
Genaue Daten
- 2025-10-01 → 2026-03-15
- 2024-10-01 → 2025-03-15
Quelle: Oberösterreichischer Landesjagdverband
Über Goldschakal
Der Goldschakal ist deutlich kleiner als der Wolf und etwas größer als der Fuchs. Er erreicht eine Schulterhöhe von rund 44 bis 50 Zentimetern und ein Gewicht zwischen acht und sechzehn Kilogramm. Gegenüber dem Fuchs wirkt er hochbeiniger und gedrungener, sein Schwanz ist kürzer und trägt fast immer eine dunkle Spitze, während die Rute des Fuchses meist hell endet. Vom Wolf unterscheidet er sich vor allem durch die geringere Größe, den schmäleren, langgestreckten Kopf und die solitäre oder paarweise Lebensweise statt der Rudelbindung. Bevorzugt besiedelt er strukturreiche, halboffene Landschaften mit Feuchtgebieten, Auen, Schilfflächen und Gewässerrändern, dichte geschlossene Wälder meidet er ebenso wie völlig gehölzfreie Offenlandschaften.
Ursprünglich auf dem Balkan beheimatet, breitet sich der Goldschakal seit Jahrzehnten in Richtung Mittel- und Nordeuropa aus. Der erste deutsche Nachweis gelang in der Niederlausitz, weitere Einzelnachweise folgten in Bayern, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Hessen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg, Sachsen und Thüringen. Im Schwarzwald-Baar-Kreis wurde die erste Reproduktion in Deutschland dokumentiert, kurz darauf folgten weitere Nachweise von Welpen im Landkreis Uelzen. Die Tiere legen als ausdauernde Langstreckenläufer hunderte Kilometer zurück, wobei Flusssysteme, Auen und Feuchtgebiete als Wanderkorridore dienen. In ganz Europa wird der Bestand auf rund 97.000 bis 117.000 Tiere geschätzt, und die Zahl der Sichtungen in der DACH-Region steigt kontinuierlich.
Als Art des Anhangs V der FFH-Richtlinie unterliegt der Goldschakal in allen EU-Mitgliedstaaten dem Erhaltungsgebot und der Monitoringpflicht. Sein jagdrechtlicher Status fällt in der DACH-Region jedoch sehr unterschiedlich aus, da Wildtierrecht in Deutschland und Österreich Sache der Länder ist. In manchen Bundesländern ist er ins Landesjagdrecht aufgenommen, teils ganzjährig geschont, teils mit definierter Jagdzeit, in anderen unterliegt er ausschließlich dem Naturschutzrecht und ist streng geschützt. In der Schweiz ist er nicht im Katalog der jagdbaren Arten aufgeführt. Bevor Sie ansprechen oder erlegen, prüfen Sie daher den aktuellen Status in Ihrem zuständigen Bundes- oder Kantonsgebiet, da sich die Regelungen mit Ausbreitung der Art laufend ändern.
Quellen
- Goldschakal – Wikipedia
- Goldschakal (Canis aureus) | Deutscher Jagdverband
- Neuer Nachbar: Der Goldschakal in Deutschland | waldwissen.net
- Goldschakal | Deutsche Wildtier Stiftung
- Steckbrief Goldschakal, Vergleich mit Fuchs | NABU Baden-Württemberg
- Der Goldschakal in Baden-Württemberg | FVA Baden-Württemberg
- Goldschakale in Deutschland | WWF Deutschland
Quelle & Haftungsausschluss
Alle Angaben ohne Gewähr. Schuss- und Schonzeiten stammen aus den offiziellen Quellen der Landesjagdverbände. Wenn Sie einen Fehler entdecken, schreiben Sie uns gerne an info@hunterco.de.