Jagdzeit
Schellente Oberösterreich
Die Schellente (Bucephala clangula) ist eine mittelgroße Tauchente mit großem, kantig wirkendem Kopf. Der Erpel zeigt im Prachtkleid einen schwarz glänzenden, grünlich schimmernden Kopf mit leuchtend gelbem Auge und einem markanten weißen Wangenfleck, das Weibchen ist graubraun mit dunkelbraunem Kopf. Bemerkenswert ist, dass die Schellente als einzige heimische Ente konsequent als Höhlenbrüter in alten Baumhöhlen lebt.
— Heute geschont
Wann darf Schellente in Oberösterreich bejagt werden?
Schusszeiten sind hervorgehoben. Geschonte Monate erscheinen als leere Reihen.
Genaue Daten
- 2026-09-16 → 2026-12-31
- 2025-09-16 → 2025-12-31
Quelle: Oberösterreichischer Landesjagdverband
Über Schellente
Die Schellente bewohnt während der Brutzeit klare, fischarme Stehgewässer wie Waldseen, Moorgewässer und langsam fließende Flussabschnitte, an deren Ufer ausreichend alte Bäume mit Höhlen vorhanden sind. Sie ist auf einen unmittelbaren Verbund aus Gewässer und Wald angewiesen, denn als ausgeprägter Höhlenbrüter nutzt sie in der Alten Welt bevorzugt verlassene Bruthöhlen des Schwarzspechts. Wo natürliche Höhlen fehlen, nimmt die Art künstliche Nistkästen zuverlässig an, was vielerorts Bestandteil von Artenschutzprogrammen ist. Bitte beachten Sie, dass alle Aussagen zur jagdlichen Nutzung dem aktuellen Landesrecht und den örtlichen Verordnungen folgen.
Das Brutverhalten in Baumhöhlen ist charakteristisch und für die jagdliche Ansprache wichtig zu kennen. Das Weibchen legt etwa acht bis elf grünlich-blaue Eier in eine Höhle, die nicht selten in mehreren Metern Höhe liegt, und brütet rund 30 Tage allein. Wenige Tage nach dem Schlupf folgen die Küken dem Lockruf der Ente und springen aus erheblicher Höhe aus der Bruthöhle, um anschließend zu Fuß zum nächsten Gewässer geführt zu werden. Dieses Verhalten erklärt, warum eine Schellentenfamilie im Frühsommer auch fernab offener Wasserflächen unter alten Laubbäumen angetroffen werden kann.
Für Mitteleuropa ist die Schellente sowohl Brutvogel als auch Wintergast. Der Brutbestand konzentriert sich vor allem auf den waldreichen Nordosten Deutschlands sowie auf Skandinavien und das nördliche Osteuropa. Aus diesen nördlichen Brutgebieten zieht ein Großteil der Vögel im Herbst nach Mitteleuropa, sodass die Art im Winterhalbjahr auf Seen, Talsperren, Flüssen und Brackwassergewässern in deutlich höherer Zahl und flächendeckend zu beobachten ist. Akustisch fällt die Schellente vor allem im Flug auf, weil die Flügelschläge ein hell klingendes, fast schellenartiges Pfeifgeräusch erzeugen, dem die Art ihren deutschen Namen verdankt. Dieser unverwechselbare Flugton ermöglicht die Ansprache oft, bevor der Vogel überhaupt sicher gesichtet wird. Die Schellente unterliegt in Deutschland dem Jagdrecht, ist in der Praxis aber durch ganzjährige Schonzeit faktisch nicht bejagbar, abweichende landesrechtliche Regelungen sind möglich.
Quellen
- Schellente — Wikipedia
- Vogelporträt: Schellente — NABU
- Schellente — Steckbriefe, Vogelstimmen, Bilder — avi-fauna.info
- Schellente (Bucephala clangula) — Arbeitskreis Vogelschutzwarte Hamburg
- Schellente (Bucephala clangula) — Bayerisches Landesamt für Umwelt
- Schellente (Bucephala clangula) — Artenschutz NRW
- Schellente (Bucephala clangula) — Wildvogelhilfe.org
Quelle & Haftungsausschluss
Alle Angaben ohne Gewähr. Schuss- und Schonzeiten stammen aus den offiziellen Quellen der Landesjagdverbände. Wenn Sie einen Fehler entdecken, schreiben Sie uns gerne an info@hunterco.de.