Jagdzeit
Sperber Oberösterreich
Der Sperber (Accipiter nisus) ist der kleinste heimische Vertreter der Gattung Accipiter, ein wendiger Greifvogel, spezialisiert auf die Jagd nach Kleinvögeln. Im gesamten DACH-Raum ist er ganzjährig geschont und nach Bundesnaturschutzgesetz und EU-Vogelschutzrichtlinie streng geschützt.
— Heute geschont
Wann darf Sperber in Oberösterreich bejagt werden?
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Genaue Daten
Für das aktuelle Jahr sind keine Schusszeiten hinterlegt.
Über Sperber
Der Sperber (Accipiter nisus) ist ein zierlich gebauter, kurzflügeliger Greifvogel und der kleinste einheimische Vertreter der Habichtartigen. Wie für die Gattung typisch besteht ein ausgeprägter Grössenunterschied zwischen den Geschlechtern. Die Männchen erreichen eine Körperlänge von rund 29 bis 34 Zentimetern bei einer Flügelspannweite von 59 bis 64 Zentimetern und einem Gewicht von etwa 110 bis 196 Gramm und sind damit kaum grösser als eine Taube. Die deutlich grösseren Weibchen werden 35 bis 41 Zentimeter lang, spannen 67 bis 80 Zentimeter und wiegen 185 bis 342 Gramm. Im Flugbild fallen die kurzen, gerundeten Flügel, der lange, gerade abschliessende Schwanz und die schnellen, ruderartigen Flügelschläge im Wechsel mit kurzem Gleiten auf.
Als Lebensraum besiedelt der Sperber strukturreiche Landschaften mit Wäldern, Waldrändern, Feldgehölzen und Hecken, bevorzugt mit jüngeren Nadelholzbeständen als Brutplatz. Anders als der eher waldgebundene Habicht ist der Sperber sehr anpassungsfähig und dringt regelmässig in Siedlungen, Parks, Friedhöfe und grössere Gärten vor, sofern dort ausreichend Singvögel als Beute zur Verfügung stehen. Sein Jagdverhalten ist hochspezialisiert auf Kleinvögel. Vom Ansitz oder im schnellen, geländenahen Überraschungsangriff entlang von Hecken, Waldrändern und Gartenstrukturen schlägt das Männchen vor allem Meisen, Finken und andere Kleinvögel, während das grössere Weibchen Beute bis zur Grösse einer Taube oder Drossel erbeuten kann. Die Jagd an Futterstellen im winterlichen Garten ist natürliches Verhalten und kein Grund für eingreifende Massnahmen.
Die sichere Ansprache und Unterscheidung vom Habicht (Accipiter gentilis) gehört zu den klassischen Aufgaben der jagdlichen Artenkenntnis. Der Habicht ist deutlich grösser und kräftiger, beim Weibchen mit einer Spannweite von rund 100 bis 120 Zentimetern, wirkt im Flug massiger, hat kräftigere Läufe und Fänge sowie eine markante weisse Überaugenbinde. Der Sperber zeigt im direkten Vergleich auffällig dünne, streichholzartige Läufe und Zehen, einen schmaleren Brustkorb und einen am Ende gerade abschneidenden, längeren Schwanz. Bei Grössenvergleichen ist Vorsicht geboten, ein grosses Sperberweibchen kann fast die Grösse eines kleinen Habichtmännchens erreichen. Rechtlich unterliegt der Sperber in Deutschland zwar dem Bundesjagdgesetz, ist jedoch ganzjährig geschont und nach Paragraf 44 Bundesnaturschutzgesetz sowie der EU-Vogelschutzrichtlinie streng geschützt. Auch in Österreich und der Schweiz besteht ganzjährige Schonzeit. Jede Nachstellung, Fang oder Tötung erfüllt einen Straftatbestand.
Quellen
- Sperber (Art) - Wikipedia
- Sperber - Wildtierportal Bayern
- Der Sperber - NABU NRW
- Sperber (Accipiter nisus) - Bayerisches Landesamt fuer Umwelt
- Sperber (Accipiter nisus) - Landesforsten Rheinland-Pfalz
- Paragraf 44 BNatSchG - Vorschriften fuer besonders geschuetzte und bestimmte andere Tier- und Pflanzenarten
- Gesetzliche Grundlagen - Greifvogelverfolgung / EDGAR
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