Thurgau

Stagione di caccia

Ruderente Thurgau

Die Schwarzkopf-Ruderente (Oxyura jamaicensis) ist eine ursprünglich nordamerikanische, kleine, gedrungene Tauchente mit langem, oft aufgestelltem Stelzschwanz und auffallend leuchtend blauem Schnabel beim Prachtmännchen. Sie gilt in Europa als invasive Neozoenart und steht auf der Unionsliste invasiver gebietsfremder Arten der EU.

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Informazioni su Ruderente

Die Schwarzkopf-Ruderente ist eine kleine, kompakt gebaute Tauchente von etwa 35 bis 43 Zentimeter Länge und rund 500 bis 600 Gramm Gewicht. Charakteristisch ist der oft steil aufgestellte, lange Stelzschwanz und der breite, im Prachtkleid des Erpels leuchtend blaue Schnabel. Das Männchen trägt im Brutkleid einen schwarzen Oberkopf, weiße Wangen und einen rotbraunen Körper. Das Weibchen ist schlicht graubraun mit einem dunklen Wangenstreif. Die Beine sitzen weit hinten am Körper, was die Art zu einem ausgezeichneten Taucher, aber ungeschickten Läufer macht. Verwechslungsmöglichkeiten bestehen in erster Linie mit der nahe verwandten Weißkopf-Ruderente (Oxyura leucocephala), die größer ist und beim Erpel einen rein weißen Kopf sowie einen an der Basis stark verdickten, ebenfalls blauen Schnabel zeigt.

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Schwarzkopf-Ruderente liegt in Nordamerika, von Kanada bis in den Süden der USA. Nach Europa gelangte die Art im 20. Jahrhundert über die private und zoologische Wasservogelhaltung in Großbritannien. Aus dieser Haltung entflogene Tiere bildeten ab Mitte des 20. Jahrhunderts in Großbritannien eine freilebende Brutpopulation, die sich rasch vermehrte und von dort über den Ärmelkanal auf den europäischen Kontinent ausbreitete. Inzwischen wurden Beobachtungen und Bruten aus zahlreichen Ländern der westlichen Paläarktis gemeldet, unter anderem aus Frankreich, den Niederlanden, Belgien, Deutschland, Spanien, Marokko, Irland und Island. In Deutschland tritt die Art als seltener Gastvogel mit vereinzelten Brutnachweisen auf und gilt als etablierter Neozoon.

Die ökologische Bedrohung durch die Schwarzkopf-Ruderente liegt weniger in ihrer Zahl als in ihrer engen Verwandtschaft zur europäischen Weißkopf-Ruderente. Letztere ist global stark bedroht und hat ihren Verbreitungsschwerpunkt im westlichen Mittelmeerraum, insbesondere in Spanien. Schwarzkopf-Ruderenten verpaaren sich erfolgreich mit Weißkopf-Ruderenten und zeugen fruchtbare Hybriden. Diese genetische Vermischung gilt als eine der größten Gefahren für den Fortbestand der Weißkopf-Ruderente als eigenständige Art. Hinzu kommen Nahrungs- und Revierkonkurrenz an den vergleichsweise wenigen geeigneten Brutgewässern. Aus diesem Grund hat die EU die Schwarzkopf-Ruderente in die Liste der invasiven gebietsfremden Arten von unionsweiter Bedeutung (EU-Verordnung 1143/2014, sogenannte Unionsliste) aufgenommen. Die Mitgliedstaaten sind damit verpflichtet, Bestandsausbreitung und Hybridisierung zu verhindern.

In der praktischen Umsetzung laufen seit Jahren koordinierte Bekämpfungs- und Entnahmeprogramme. Großbritannien hat über ein staatlich finanziertes Eradikationsprogramm den dortigen, ursprünglichen Quellbestand auf ein Minimum reduziert. Spanien, Portugal und Frankreich entnehmen Schwarzkopf-Ruderenten und Hybriden gezielt aus den Gewässern, in denen sich noch Weißkopf-Ruderenten reproduzieren. Auch in Deutschland werden festgestellte Tiere im Rahmen der naturschutz- und jagdrechtlichen Vorgaben entnommen. Für Jägerinnen und Jäger bedeutet das vor allem: Die Schwarzkopf-Ruderente ist sicher anzusprechen und scharf von der ähnlich gefärbten, geschützten Tafelente, Reiherente sowie insbesondere von der Weißkopf-Ruderente zu unterscheiden. Eine Entnahme ist nur im Rahmen behördlich angeordneter Managementmaßnahmen oder im Einklang mit den jeweils geltenden landes- und naturschutzrechtlichen Regelungen zur Bekämpfung invasiver Arten zulässig.

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Fonte e note legali

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