Wien

Période de chasse

Turteltaube Wien

Die Turteltaube (Streptopelia turtur) ist die kleinste heimische Taubenart und an ihrem rostbraunen, schwarz gemusterten Schulterfeld leicht zu erkennen. Sie unterliegt zwar dem Jagdrecht, ist aber in Deutschland ganzjaehrig geschont und wird auf der globalen Roten Liste der IUCN als gefaehrdet (Vulnerable) gefuehrt.

Fermée aujourd'hui

Quand peut-on chasser le Turteltaube en Wien ?

Les périodes d'ouverture sont mises en évidence. Les mois de fermeture (Schonzeit) apparaissent comme des lignes vides.

Januar
01.01.31.01.
Februar
01.02.28.02.
März
01.03.31.03.
April
01.04.10.04.
Mai
Geschont
Juni
Geschont
Juli
Geschont
August
Geschont
September
Geschont
Oktober
Geschont
November
Geschont
Dezember
Geschont

Dates exactes

    • 2024-09-012025-04-10
    • 2025-09-012026-04-10

    Quelle: Landesrecht konsolidiert Wien: Schonzeiten der jagdbaren Tiere § 1, Fassung vom 05.02.2025

À propos du Turteltaube

Die Turteltaube (Streptopelia turtur) erreicht eine Koerperlaenge von rund 26 bis 28 Zentimetern und ist damit deutlich kleiner und zierlicher als Ringel- oder Hohltaube. Kennzeichen sind das rostbraune, schwarz geschuppte Schulter- und Fluegeldeckenfeld, ein schwarz-weiss gestreifter Halsfleck und der weisse Endsaum am Schwanz, der besonders im Auffliegen sichtbar wird. Der Gesang ist ein leises, schnurrendes „turr-turr“, das frueher zur Klangkulisse warmer Sommertage in der Feldflur gehoerte.

Die Art bevorzugt halboffene, sonnige und warme Landschaften: lichte Feldgehoelze, breite Hecken, Streuobstwiesen, Weichholzauen und besonnte Waldraender mit Strauchunterwuchs. Hasel, Weissdorn und Holunder werden als Brutgehoelze genutzt. Gefuettert wird ueberwiegend am Boden, vor allem von Saemereien wildkrautreicher Brachen und Wegraender, gemeinsam mit einer Wasserstelle in der Naehe. Die Turteltaube ist als einzige mitteleuropaeische Taube ein echter Langstreckenzieher und ueberwintert in der Sahelzone suedlich der Sahara, vor allem in Akazien-Trockenwaeldern und Buschsavannen.

Der Bestand ist europaweit dramatisch eingebrochen. Seit 1980 sind nach Erhebungen des paneuropaeischen Vogelmonitorings rund 79 Prozent des europaeischen Bestands verschwunden, in Deutschland ging der Brutbestand bis 2016 um rund 89 Prozent auf etwa 16.500 Brutpaare zurueck. Die IUCN stuft die Art seit 2015 global als „Vulnerable“ ein. Hauptursachen sind der Verlust strukturreicher Hecken- und Feldgehoelzlandschaften durch intensivierte Landwirtschaft, der Rueckgang an wildkrautreichen Nahrungsflaechen sowie hohe Verluste durch Bejagung und Wilderei entlang der Zugwege im Mittelmeerraum.

In Deutschland ist die Turteltaube nach Bundesjagdgesetz ganzjaehrig geschont, eine Bejagung ist also ausgeschlossen. Zusaetzlich ist sie nach Bundesnaturschutzgesetz als europaeische Vogelart streng geschuetzt, ihre Brutgehoelze duerfen nicht beschaedigt werden. Auf EU-Ebene laeuft seit 2018 ein internationaler Aktionsplan fuer die Art. Als Reaktion auf den Bestandseinbruch wurde 2021 ein Jagdmoratorium an der westlichen Zugroute (Spanien, Portugal, Frankreich) und 2022 an der zentral-oestlichen Route eingefuehrt. Im westlichen Flyway erholte sich der Brutbestand daraufhin innerhalb weniger Jahre um rund 25 Prozent. Im Fruehjahr 2025 hat die Europaeische Kommission die Wiedereroeffnung einer kontingentierten Bejagung im westlichen Flyway grundsaetzlich zugelassen, die deutsche Schonung bleibt davon unberuehrt. Fuer Sie im Revier heisst das: die Turteltaube sicher von Tuerkentaube und Hohltaube unterscheiden, niemals bejagen und ihren Lebensraum durch Erhalt von Hecken, Saumstreifen und Streuobst aktiv mittragen.

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Source et avertissement

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