Baden-Württemberg

Période de chasse

Marderhund Baden-Württemberg

Der Marderhund (Nyctereutes procyonoides) ist ein fuchsgroßer, gedrungen wirkender Hundeartiger mit waschbärähnlicher Gesichtsmaske und dichtem, graubraunem Winterpelz. Ursprünglich in Ostasien beheimatet, gilt er in der DACH-Region als invasives Neozoon und wird zur Bestandsregulierung intensiv bejagt.

Fermée aujourd'hui

Quand peut-on chasser le Marderhund en Baden-Württemberg ?

Les périodes d'ouverture sont mises en évidence. Les mois de fermeture (Schonzeit) apparaissent comme des lignes vides.

Januar
01.01.31.01.
Februar
01.02.15.02.
März
Geschont
April
Geschont
Mai
Geschont
Juni
Geschont
Juli
Geschont
August
Geschont
September
Geschont
Oktober
Geschont
November
Geschont
Dezember
Geschont

Dates exactes

  • Die Jagd auf Jungtiere von Mink, Marderhund, Waschbär, Nutria, Nilgans und Jungtiere sonstiger gebietsfremde invasive Arten ganzjährig außerhalb der allgemeinen Schonzeit. Quelle: https://www.landesjagdverband.de/jagdpraxis/jagdzeiten

    • 2023-07-012024-02-15
    • 2024-07-012025-02-15
    • 2025-07-012026-02-15

    Die Jagd auf Jungtiere von Mink, Marderhund, Waschbär, Nutria, Nilgans und Jungtiere sonstiger gebietsfremde invasive Arten ganzjährig außerhalb der allgemeinen Schonzeit. Quelle: https://www.landesjagdverband.de/jagdpraxis/jagdzeiten

À propos du Marderhund

Der Marderhund bevorzugt gewässerreiche, strukturreiche Landschaften und besiedelt feuchte Laub- und Mischwälder, Auwälder, Verlandungszonen, Schilfgürtel sowie nasse Wiesen und Brüche. Er gilt als ausgesprochen anpassungsfähig und nutzt darüber hinaus auch landwirtschaftlich geprägte Kulturlandschaften, sofern Deckung und Wasser vorhanden sind. Charakteristisch ist seine versteckte, dämmerungs- und nachtaktive Lebensweise und die Eigenart, in nahrungsarmen, kalten Wintern in eine Winterruhe mit deutlich verringerter Aktivität zu fallen, für die er sich im Spätherbst eine kräftige Fettschicht anfrisst.

Die Einwanderungsgeschichte des Marderhundes nach Europa geht auf gezielte Aussetzungen im europäischen Teil der ehemaligen Sowjetunion zwischen den späten 1920er und Mitte des 20. Jahrhunderts zurück, die der Bereicherung der Pelztierfauna dienten. Rund 9.000 bis 10.000 Tiere wurden insbesondere in der Ukraine, in Weißrussland und im europäischen Russland freigelassen, von wo aus sich die Art über Polen und das Baltikum eigenständig nach Mitteleuropa ausbreitete. In Deutschland wurde der erste Marderhund 1962 erlegt. Heute kommt die Art bundesweit vor und ist seit 2019 in der EU-Liste invasiver gebietsfremder Arten von unionsweiter Bedeutung gelistet. Als opportunistischer Allesfresser kann er sich negativ auf isolierte Restbestände von Bodenbrütern, Amphibien und Niederwild auswirken und konkurriert ökologisch mit Fuchs und Dachs.

Bejagt wird der Marderhund in der DACH-Region vor allem im Rahmen der waidgerechten Raubwildbejagung. Bewährt ist der Ansitz an Kirrungen, an Luderplätzen und an Schwarzwildkirrungen, an denen sich der Marderhund gerne einfindet, da er Reste anderer Wildarten gezielt nutzt. Die Bauenjagd erfolgt mit kleinen, ausgebildeten Erdhunden, da der Marderhund häufig Fuchs- und Dachsbauten mitbewohnt oder eigene Erdbaue anlegt. Die Fallenjagd mit geprüften Lebendfang- und Totschlagfallen wie Betonrohrfalle oder Kastenfalle gilt aufgrund der heimlichen, nachtaktiven Lebensweise als besonders effektiv. Aus tierseuchenhygienischer Sicht ist der Marderhund relevant, da er Träger von Zoonosen wie dem Kleinen Fuchsbandwurm (Echinococcus multilocularis) und Trichinen (Trichinella spp.) sein kann und für Tollwut, Staupe und Räude empfänglich ist; bei Aufbruch und Streckenlegung sind daher konsequent Schutzhandschuhe und sorgfältige Hygiene angezeigt.

Autres espèces en Baden-Württemberg

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Source et avertissement

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